Rheinmetropole Düsseldorf

Düsseldorfer lieben ihre schwungvolle Stadt und sind stolz auf sie. Die Lebensqualität wird hier überdurchschnittlich hoch bewertet, denn die agile Handelsstadt ist zwar weltoffen und jung, gleichzeitig aber überschaubar und gelassen. Man hat es gern locker. Die gastfreundliche fröhlich-rheinische Art bezaubert Besucher aus der ganzen Welt. 

Natürlich ist der Karneval in aller Munde, doch die dynamische Handels- und Messestadt hat weitaus mehr zu bieten. Zum Beispiel eine rastlose Kunstszene, die Modemacher und eine lebendige Altstadt. Doch Düsseldorf ist weit mehr als Mode und Feierlaune: Die Rheinmetropole gehört zu den fünf wichtigsten Wirtschaftszentren in Deutschland. Davon zeugen die jährlich knapp vierzig Messen mit über einer Million Besuchern. Darüber hinaus gilt die Stadt als erfolgreichster Werbestandort Deutschlands. Im modernen „Medienhafen“, der mit seiner avantgardistischen Architektur das Stadtbild prägt, haben sich zahlreiche Medien- und Werbeunternehmen angesiedelt.

Um in Düsseldorf die Natur zu genießen, muss man keine weiten Strecken zurücklegen. Großzügige Parkanlagen ziehen sich als grüne Achse quer durch die Stadt und variieren vom Japanischen Garten bis zu historischen Parks im englischen Stil. 

Eine weitere berühmte Achse ist die Kunstachse. Zwischen dem Kunstpalast und der Kunsthalle drängen sich Sammlungen und Wechselausstellungen unterschiedlicher Epochen. Doch auch das Schifffahrt-Museum, das Senfmuseum oder die architektonischen Perlen im Medienhafen sind einen Besuch wert. Als Kunststadt beherbergt Düsseldorf neben den städtischen Museen auch über einhundert Galerien und Kunsträume. Vor allem die Kunstakademie, an der Joseph Beuys elf Jahre lang als Professor wirkte, erlangte Weltruhm. Aber nicht nur Joseph Beuys prägte die Stadt. Unter den einflussreichen Persönlichkeiten der Stadt finden sich unter anderem solche Geistesgrößen wie Heinrich Heine und Jürgen Habermas.

Ein Besuch in Düsseldorf lohnt sich also zu jeder Jahreszeit, auch fernab des Karnevals!

Freunden spektakulärer Panoramen empfiehlt sich ein Besuch auf dem Rheinturm. Sein amtlicher Name „Funkübertragungsstelle 10“ schmälert das Erlebnis nicht im Geringsten. Die Fenster sind derart ausladend, dass sie beim Blick nach unten die Ansicht des Turmschaftes freigeben. Der Turm, insgesamt 240,5 Meter hoch, bietet eine offene und eine geschlossene Aussichtsplattform. Oberhalb der beiden Plattformen liegt in 172,5 Metern Höhe die Restaurantebene. Das „Top 180“ rotiert um die eigene Achse und bietet den Besuchern während ihres Aufenthaltes stets wechselnde Ausblicke.

Der Rheinturm gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Beim seinem Bau wurde auf eine Form Wert gelegt, die sich von bereits vorhandenen Fernsehtürmen deutlich unterscheidet. An der Nordseite des Schaftes wurde eine bis in die Altstadt sichtbare Lichtskulptur angebracht. Sie schaffte es als größte Dezimaluhr der Welt in das Guinness-Buch der Rekorde.

Das ehemalige Lust- und Jagdschloss des Kurfürsten Carl Theodor gilt als eines der schönsten Gartenschlösser Europas. Sein Erbauer war Nicolas de Pigage, der als kurpfälzischer Oberbaudirektor auch an den Residenzen in Mannheim und Schwetzingen mitwirkte. Da das Schloss sehr gut erhalten ist, können die Besucher noch die originalen Deckenmalereien, Stuckdekorationen und Holzparkettfußböden bewundern. In dem Schloss sind insgesamt drei Museen beheimatet, unter anderem das Museum für Europäische Gartenkunst und das Naturkundliche Heimatmuseum. Außerdem finden hier häufig Konzerte statt.

Vor allem aber zieht es die Besucher in den fast 60 Hektar großen Park, der bis an den Rhein reicht. Gepflegten Gärten und ein See laden zu langen Spaziergängen oder einem Sonnenbad ein. Doch der Park ist nicht nur eine künstlerische Perle, sondern auch von großer naturgeschichtlicher Bedeutung. Für interessierte Gäste gibt es dazu kunsthistorische, botanische und ornithologische Führungen.

Malerisch anzusehen sind der kreisförmige Schlossweiher auf der Empfangsseite wie auch der langgestreckte Spiegelweiher auf der Gartenseite, der eigens dazu angelegt wurde, um auf seiner Wasseroberfläche reizvolle Spiegelungen der Fassade hervorzurufen. In der Nähe des Ostflügels sind bis heute die Obst-, Gemüse- und Kräutergärten erhalten.

Fernseher und Computerspiel ade. Die heimischen Wildtiere im Naturgehege Grafenberger Wald lassen Kinderaugen leuchten. Vor allem dann, wenn das Damwild auf Tuchfühlung kommt oder die Wildschweine gefüttert werden dürfen. Das 40 Hektar große Ausflugsziel ist ganzjährig geöffnet und bietet große, naturnahe Gehege. Der Eintritt ist frei.

Die Anlage ist Zoo und Naturkundemuseum in einem. Sie beeindruckt mit 25 thematisierten Schauräumen auf einer Gesamtfläche von 6.800 Quadratmetern. Zu den Attraktionen zählen das Haiaquarium, Becken mit Korallen und Piranhas wie auch die Tropenhalle mit ihren Krokodilen und Schildkröten. In den 80 Aquarien und 60 Terrarien sind über 400 Tierarten zu sehen. Hinzu kommen Ausstellungsräume mit Sammlungsobjekten und interaktiven Medien. Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Evolution der biologischen Vielfalt mit ihren faszinierenden Anpassungen an unterschiedliche Lebensräume.

Nach einer aufwendigen Sanierung erstrahlt der Aquazoo seit dem 22. September 2017 in neuem Glanz.

Eine mächtige mittelalterliche Ruine erhebt sich direkt am Rheinufer. Es ist die Kaiserpfalz des legendären Kaisers Friedrich Barbarossa. Sie diente ihm als mächtige Zollfeste, welcher er auf seinen Reisen durchs Reich besuchte. Der Ursprung der Pfalz lässt sich bis in das Jahr 700 zurückverfolgen, als der angelsächsische Missionar Suitbert auf der Rheininsel ein Benediktinerkloster gründete. Nachdem das Kloster der Zerstörung anheimfiel, entstand dort zunächst ein Stift. Schließlich erfolgte im Jahr 1045 die Gründung der Kaiserpfalz durch Heinrich III. Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde die Kaiserswerth allerdings stark zerstört und diente danach als Steinbruch für die Stadthäuser. Trotzdem hat sich die fünfzig Meter lange Westfront mit ihren bis zu viereinhalb Meter dicken Mauern bis heute erhalten. Auch die Besichtigung des Nord- und des Südteils sind lohnenswert. Von 1997 bis 2001 fanden Restaurierungsarbeiten statt.

Der Besuch lässt sich sehr gut mit einer romantischen Schifffahrt direkt in die Düsseldorfer Altstadt kombinieren.

Die nordrhein-westfälische Kunstsammlung wurde im Jahr 1961 von der Landesregierung gegründet und verteilt sich auf drei Ausstellungsorte. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der Kunst des 20. Jahrhunderts, deswegen trägt die am Grabbeplatz ansässige Dauerausstellung auch den Namen K20. Ursprünglich geht die Galerie auf den Ankauf von knapp 100 Arbeiten Paul Klees zurück. Doch auch Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse, Andy Warhol oder Joseph Beuys können hier bewundert werden. Seit dem Frühjahr 2002 wird die Sammlung durch das K21 im Ständehaus am Kaiserteich ergänzt. K21 zeigt internationale zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts beginnend in der Zeit um 1980. Kern der Sammlung bilden vor allem Rauminstallationen und Künstlerräume. Seit dem Jahr 2009 wird das in der Altstadt gelegene Schmela-Haus als dritter Standort der Kunstsammlung für Ausstellungen und Symposien genutzt.

Der Medienhafen ist das jüngste Wahrzeichen der Stadt. Einst Hafengelände, bildet das Viertel heute den Treffpunkt der Kreativen. Das Nebeneinander von denkmalgeschützten Kaimauern und Gleisanlagen mit den avantgardistischen Bauten internationaler Stararchitekten bildet eine reizvolle Mischung. Berühmtester Hingucker des Viertels ist der vom Kalifornier Frank O. Gehry entworfene Neue Zollhof - drei auffällige Gebäude in Weiß, Silber und Rot inmitten einer Umgebung aus Stahl, Beton und Glas. Ihr Hauptmerkmal sind bewegte Linien. Hier verläuft nichts geradlinig. Die verkanteten Fenster, schiefen Türme und kippenden Wände des Zollhofes kann man in aller Ruhe von einem bequemen Sitzplatz aus betrachten. Nachdem sich Bars und Restaurants angesiedelt haben, ist der Medienhafen zu einem angesagten Treffpunkt geworden.

Die großzügige Promenade konnte durch die Fertigstellung des Rheinufertunnels realisiert werden, mit dem die vorher oberirdisch verlaufende Bundesstraße 1 komplett unter die Erde verlegt wurde. Seitdem hat sich die Promenade zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. Sie führt von der Kunstakademie zum Burgplatz, dann entlang der Altstadt und der Carlstadt bis hin zum Regierungsviertel. Von der Promenade aus eröffnen sich beeindruckende Ausblicke sowohl auf den Rhein als auch auf die repräsentativen Bauwerke entlang des Rheinufers. Viele gemütliche Cafés und Bars säumen die Promenade. Aufgrund seiner exponierten Lage ist das Rheinufer Schauplatz vieler Feste und Veranstaltungen.

Unter der Rheinuferpromenade liegt das „KIT-Kunst im Tunnel“. Die Ausstellungsfläche beherbergt vor allem zeitgenössische Werke junger Künstler, in der Mehrzahl Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie. Das KIT ist ein ausgefallener, geradezu spektakulärer Ausstellungsraum. Es befindet sich zwischen den Tunnelröhren für den Autoverkehr.

Düsseldorf ist Modestadt. Das fällt vor allem auf der Königsallee ins Auge. Hier präsentieren sich Luxusmarken wie Gucci, Tiffany oder Chanel und lassen in puncto Einkaufsmöglichkeiten keinen Wunsch offen. Vor allem ragt der neugeschaffene Kö-Bogen als architektonischer Augenschmaus hervor. Der Shopping-Hotspot mit der charakteristisch geschwungenen Glasfassade wurde vom New Yorker Stararchitekten Libekind entworfen und beherbergt renommierte Labels.

Ursprünglich hieß die Allee Kastanienallee, nach dem Baumbestand, der hier um 1800 angelegt wurde.

Der zentrale Platz liegt direkt am Rheinufer in der Altstadt. Hier schlägt das Herz der Stadt. Einstmals befand sich auf diesem Platz eine gewaltige Burganlage, doch das Düsseldorfer Schloss wurde im Jahr 1872 Opfer eines verheerenden Brandes und in der Folgezeit abgetragen. Von den Zerstörungen blieb nur ein Schlossturm übrig. Dieser beherbergt heute das Schifffahrtsmuseum. Der Platz wird von der St. Lambertus Kirche flankiert, dem wohl ältesten Bauwerk der historischen Kernstadt.

Auf dem Burgplatz wurde mit dem Radschlägerbrunnen einem der Wahrzeichen Düsseldorfs ein Denkmal gesetzt. Das Brauchtum des Radschlagens lebt bis heute durch den alljährlichen Radschlägerwettbewerb fort. Um die Entstehung der Tradition ranken sich natürlich zahlreiche Legenden. Eine davon führt den Brauch auf die siegreiche Schlacht von Worringen zurück, infolge der das Dorf Düsseldorf die Stadtrechte erhielt. Aus Freude darüber sollen die Einwohner Räder geschlagen haben.

Die Altstadt ist zwar der zweitkleinste Stadtteil, hat aber so viel zu bieten wie keine andere Gegend. Auch scherzhaft als längste Theke der Welt bezeichnet, drängen sich in der angesagten Location über 300 Bars, Brauereien, Restaurants und Clubs. Neben kulinarischen Köstlichkeiten hält die Altstadt zudem bedeutende Kunst- und Kultureinrichtungen bereit, wie zum Beispiel die Deutsche Oper am Rhein oder die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommen mehrere schöne Kirchen, die jede einzelne für sich einen Besuch wert ist, nicht nur die Sankt Lambertus Basilika aus dem 13. Jahrhundert mit ihrem außergewöhnlichen verdrehten Turm. Weiterhin lohnt sich ein Spaziergang zum Rathaus, vor dem sich das Reiterdenkmal des Kurfürsten Johann Wilhelms II. befindet. Das „Jan-Wellem“ - Reiterstandbild ist zugleich das älteste Denkmal in Düsseldorf wie auch eines der bedeutendsten Barockstatuen Mitteleuropas.

Durch Düsseldorf zieht sich eine grüne Achse aus Gärten und Parks, von denen der Hofgarten als schönster gilt. Der Hofgarten bietet nicht nur vielfältige Zeugnisse der Gartenbaukunst, sondern lockt darüber hinaus mit Sommerkonzerten im Musikpavillon. Sehr reizvoll ist das Nebeneinander von strengen französisch-klassizistischen Formen und naturnahen Abschnitten im englischen Stil. Auf dem 27 Hektar großen Gelände finden sich weite Wiesen, abgezirkelte Blumenbeete und prächtige, bis zu 200 Jahre alte Bäume. Die Oase wird durch eine repräsentative Reitallee, das Wasserbassin mit dem „Jrönen Jong“ und auf Südseite von einem stillen Weiher ergänzt.

Düsseldorf erhält am 14. August 1288 von Graf Adolf von Berg das Stadtrecht. Zu diesem Zeitpunkt ist der Ort noch eine bescheidene Siedlung, die in ihrer Bedeutung hinter den älteren Städten Kaiserswerth und Gerresheim zurücksteht. Kaiserswerth, in dem der angelsächsische Missionar Suitbert um das Jahr 700 ein Benediktinerkloster gründet, dient später dem Kaiser Barbarossa als Zollfestung. Gerresheim wird im Jahr 873 erstmals bezeugt. Mit dem Gerresheimer Frauenstift als Zentrum, spielt es zur damaligen Zeit eine bedeutende kirchliche und kulturelle Rolle.

Düsseldorf selbst findet erst 1159 urkundliche Erwähnung. Es gehört zu diesem Zeitpunkt zur Grafschaft Berg. Die Zeit ist geprägt von Streitigkeiten um die Vorherrschaft im Rheinland. Im Jahr 1288 kommt es zu der bedeutenden Schlacht von Worringen, bei der sich der Erzbischof von Köln auf der einen Seite und die Stadt Köln mit ihrem Verbündeten Graf von Berg auf der anderen Seite gegenüber stehen. Der Erzbischof wird vernichtend geschlagen. Nur wenige Wochen später erhebt der siegreiche Graf Berg - wohl aus strategischen Gründen - das Dorf zur Stadt. Das Stadtgebiet beträgt nicht einmal vier Hektar. Doch mit der Stadterhebung beginnt der Aufstieg von Düsseldorf. Der spürbare Aufschwung beginnt Ende des 14. Jahrhunderts, als der Herzog von Berg seine Residenz von Schloss Burg nach Düsseldorf verlegt. Er lässt das Schloss ausbauen und richtet einen Rheinzoll ein. Die Stadtfläche wächst auf über 22 Hektar und erhält einen neuen Mauerring, der auch die Vorstädte umfasst.

Ab 1423 wird das Gebiet um das Herzogtum Jülich erweitert. Durch Heirat vereinigen sich im Jahr 1510 die beiden Herzogtümer Jülich-Berg und Kleve-Mark. Die Territorien werden weitgehend von Düsseldorf aus regiert, welches sich nun zur Residenzstadt entwickelt. Durch einen modernen und effektiven Schritt des Herzogs erhalten die vereinigten Herzogtümer eine zentralistische und einheitliche Verwaltung.

Den Religionsauseinandersetzungen des 16. Jahrhunderts begegnen die Fürsten mit einer am Humanismus orientierten katholischen Kirchenpolitik. Dem Haus Pfalz-Neuburg, welches nach dem Jülich-Klevischen Erbfolgestreit den jülich-bergischen Teil des Erbes übernimmt, gelingt es darüber hinaus, die Stadt aus dem Dreißigjährigen Krieg herauszuhalten. Allerdings wird die Stadt im 17. Jahrhundert von Pestepidemien und Bränden in Mitleidenschaft gezogen.

Kurfürst Johann Wilhelm II., auf dem Marktplatz mit einem Reiterstandbild verewigt, verhilft der Stadt durch seine prunkvolle Hofhaltung zu Glanz. Nach seinem Tode wird die Stadt bis zur Besetzung durch Napoleon im Jahr 1795 von Mannheim und München aus regiert. Im Jahr 1813 nehmen russische Truppen das Gebiet ein. Durch den Wiener Kongress wird Düsseldorf im Jahr 1815 Preußen zugeschlagen und verliert seine Selbständigkeit.

Im Zuge der Industrialisierung entwickelt sich Düsseldorf schnell zu einer bedeutenden Industrie- und Handelsstadt. Verzeichnen die Archive im Jahr 1815 noch 20.000 Einwohner, leben um 1900 bereits 213.000 Menschen in der Stadt.

Die verschiedenen Siedlungskerne wachsen zu einer Stadt zusammen. Kaiserswerth wie auch Gerresheim werden Anfang des 20. Jahrhunderts nach Düsseldorf eingemeindet. Düsseldorf ist nun eine Großstadt.

Als Industriestadt und Rüstungsstandort im Fokus, erleidet die Stadt in beiden Weltkriegen große Einbußen und Zerstörungen. Als die Amerikaner am 17. April 1945 die Stadt übernehmen, sind die Hälfte der Gebäude schwer bis völlig zerstört. Im Juni 1945 kommt Düsseldorf unter britische Verwaltung. Diese beschließt, ein Land Nordrhein-Westfalen mit der Hauptstadt Düsseldorf zu schaffen.

Heute ist die Landeshauptstadt internationaler Standort für Handel, Medien, Mode, Messe und Kultur.

Restaurants und Bars

Erste Adresse für Besucher wie auch Einheimische ist die legendäre Altstadt mit dem bezeichnenden Beinamen „längste Theke der Welt“. Die Düsseldorfer lassen es sich gerne gut gehen und so bietet die Region eine Palette lokaler Spezialitäten, von denen es der Rheinische Sauerbraten wohl zu größter Berühmtheit geschafft hat. Weitere Gaumengenüsse, die in den rustikalen Brauhäusern aufgetischt werden, sind die „Flönz“ (Blutwurst) oder der „Halve Hahn“. Bei letzterem handelt es sich um einen Käse mit Kümmel und Zwiebeln. Dazu passt ganz hervorragend ein obergäriges Altbier, welches hier nach alter Art gebraut wird. Um traditionsreiche Bierkultur zu erleben bietet Düsseldorf gleich eine Reihe namhafter Adressen, zu denen unter anderem die „Hausbrauerei Zum Schlüssel“, die „Uerige Obergärige Hausbrauerei“ oder die „Brauerei Schumacher“ zählen.

Seit einiger Zeit bekommt die Altstadt Konkurrenz durch den Medienhafen. Neben zahlreichen Clubs und Diskotheken haben dort zahlreiche sehr gute Köche ihre Restaurants eröffnet. Die kulinarische Auswahl reicht von veganer Küche im „Sattgrün“ über saftige Holzofenpizza in der „Pizzeria Am Medienhafen“ bis hin zu delikaten Sushis im japanischen „Okinii“.

Weitere Flaniermeilen sind die Königsallee und die Rheinuferpromenade, deren zahlreiche Straßencafés zum Verweilen einladen.

Nachtleben

Die kleinen Klubs in der Altstadt stehen hoch im Kurs. Eine authentische Underground-Perle der Altstadt ist das „The Tube“. Hier gibt es Livekonzerte von Punkrock bis Electro.

In dem angesagten Club „Nachtresidenz“ an der Nobelstraße Kö trifft sich schickes Publikum. Sehen und gesehen werden. Auf zwei Etagen wird House, Elektro und Hip-Hop geboten.

Einer der größten Clubs der Stadt ist das „Stahlwerk“. Im Untergeschoss finden jede Woche Konzerte, Comedy oder Familienevents statt. Der Club im oberen Geschoss spielt Rock, Indie oder Hits der 70er/80er Jahre. Sehr beliebt sind die Ü30 Partys. Das Stahlwerk ist bis in die Morgenstunden geöffnet.

Hippes Partyvolk strömt in das „Sub“. Der tunnelartige Club liegt mitten in der Altstadt und sieht aus wie eine U-Bahn-Haltestelle. Hier gibt es coole Drinks und RnB, Charts und House-Musik. Der Tanzschuppen ist auch bei Studenten sehr beliebt.

Das Klima in Düsseldorf unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von anderen deutschen Metropolen: es besitzt einen der mildesten Winter im Land.

Der mittlere Tiefstwert beträgt 0 ° C. Natürlich kommt es - wie auch andernorts - zu häufigen Niederschlägen, der auch in Form von Schnee fallen kann. Doch in den Nächten tritt nur selten Frost auf.

Im Allgemeinen herrscht in Düsseldorf ein ganzjähriges mildes Klima. Kehrseite davon sind die häufigen Niederschläge. Diese fallen das ganze Jahr über, wobei der April wie auch der September die niedrigsten Monatssummen aufweisen. In diesen beiden Monaten treten durchschnittlich nur zwölf Regentage auf, während der Dezember und der Januar die Tabelle mit achtzehn bzw. neunzehn Regentagen anführen.

Das milde Klima betrifft auch die Sommer, in denen die Durchschnittstemperatur knapp unter 25 ° C bleibt. Selbst der August ist angenehm - nicht zu heiß und mit milden Nächten. Wenn in Deutschland allerdings Extremwetterlagen auftreten, bleibt auch Düsseldorf nicht davon verschont. Als absolute Höchstwert wurden einmal + 37,2 ° C im Juli und - 19,9 ° C im Januar gemessen.

Beste Reisezeit für Düsseldorf ist das ganze Jahr über, wobei von Mai bis September - wie wohl überall in Deutschland - das schönste Wetter herrscht. Die meisten Sonnenstunden gibt es naturgemäß zwischen Mai und August.