Insel Rügen

Die Insel Rügen, flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands, zählt mit Recht zu den beliebtesten Urlaubszielen. Ihr Markenzeichen sind feinsandige Strände, mit Reet gedeckte Häuser, Kreidefelsen und ausgedehnte Buchenwälder. 

Die Hauptsaison für einen Rügenbesuch liegt naturgemäß im Sommer, zwischen Juni und August, doch die Insel ist in der Nebensaison nicht weniger attraktiv. Kenner schätzen die einmalige Naturlandschaft, die Angler, Wanderer, Radfahrer und Segler gleichermaßen anzieht. Die wichtigsten touristischen Ziele bilden der Nationalpark Jasmund und der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Die Boddengewässer stellen ein wichtiges Überwinterungsgebiet für Zugvögel dar und sind zum Beispiel als herbstlicher Rastplatz für Kraniche berühmt. Doch auch Kegelrobben und Seehunde lassen sich hier beobachten. 

In Ralswiek finden jedes Jahr von Ende Juni bis Anfang September die Störtebeker-Festspiele statt und bilden als erfolgreichstes deutsches Open-Air-Theater den kulturellen Höhepunkt der Insel. Darüber hinaus gehören die mondäne Bäderarchitektur der Kurorte, das Jagdschloss Granitz oder die zahlreichen liebevoll gestalteten Museen zu Rügens Kulturlandschaft und bieten eine reizvolle Abwechslung zum Strandaufenthalt. 

Ganzjährige Anlaufpunkte für den Kur- und Wellnesstourismus sind die staatlich anerkannten Erholungsorte Binz, Sellin, Sassnitz und Göhren. Der Zugang zur Insel erfolgt per Brückenverbindung bei der Hansestadt Stralsund, deren sehenswerte Altstadt mit ihren wertvollen Zeugnissen der Backsteingotik zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Das angenehme, gesundheitsfördernde Klima der Insel wird ergänzt durch frischen Wind und viel Sonnenschein. Rügen zählt zu den sonnenreichsten Orten Deutschlands!

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Parks und Landschaften

Der Königsstuhl ist das Wahrzeichen Rügens und zählt zum UNESCO Weltnaturerbe. Es handelt sich hierbei um eine enorme Kreidefelsformation, die sich bis 118 Meter über dem Meeresspiegel erstreckt und fast senkrecht zum Strand abfällt. Der Königsstuhl liegt im Nationalpark Jasmund und ist ab dem Großparkplatz Hagen über einen etwa 3 Kilometer langen Fußweg erreichbar. Von Sassnitz aus führt ein sehr schöner, 11 Kilometer langer Hochuferweg zum Felsen.

Auf der Spitze des Königsstuhls befindet sich eine große Aussichtsplattform. Südlich vom Kreidefelsen liegt die Victoria-Sicht. Von hier aus kann man den Kreidefelsen, der auf dem Meer zu schweben scheint, im Profil betrachten und fotografieren.

Ein Besuch im Nationalpark Jasmund wird durch ein einmaliges Naturerlebnis belohnt. Die Landschaft bietet solch unterschiedliche Naturräume wie Buchenwald, Kliffhänge und Ostsee-Flachwasserzonen bis hin zu Quellen, Feuchtwiesen und verschiedenartigen Moorbildungen. Die Natur kann man bei den von Nationalpark-Rangern geführten Touren erleben. Ein Naturerlebniscenter bietet einen Rundgang durch 70 Mio. Jahre Erdgeschichte.

Kap Arkona liegt auf der Halbinsel Wittow im Norden Rügens und ist eine 45 Meter hohe Steilküste aus Kreide und Geschiebemergel. Etwa eine dreiviertel Million Besucher kommen jährlich nach Kap Arkona, um die traumhafte Kulisse zu bewundern. Ein beachtlicher Wall erinnert an die einstige Slawenburg - die dem Gott Svantovit gewidmete Kultstätte Jaromarsburg, Kultstätte und Orakelanlage der Slawen.

Charakteristisch für Kap Arkona sind die zwei Leuchttürme und der Peilturm. Der kleinere Leuchtturm, ein viereckiger Backsteinbau, wurde 1827 von Karl Friedrich Schinkel erbaut. Der große Leuchtturm steht auf einem Granitsockel und misst 35 Meter. Er löste den kleinen in seiner Funktion Anfang des 20. Jahrhunderts ab. Die drei Türme wurden umfangreich renoviert und können heute besichtigt werden. Jeder Turm hat eine Aussichtsplattform, von dem sich ein ungehinderter Blick über Rügen bietet. Südlich des ehemaligen Burgwalls der Jaromarsburg befindet sich ein Abstieg zum Strandabschnitt zwischen Arkona und Vitt, Veilchentreppe genannt.

Die kleine Ostseeperle liegt westlich von Rügen und kann per Fähre von Schaprode aus erreicht werden. Die Insel gehört zum Nationalpark Vorpommersche Bodenlandschaft und bietet dem Besucher mit ihrem hügeligen Norden und der wunderschönen Heide im flachen Süden eine unerwartete landschaftliche Vielfalt. Hiddensee misst 17 Kilometer in der Länge und an ihrer schmalsten Stelle gerade einmal 250 Meter. Besucher schätzen vor allem die Ruhe: die Insel ist autofrei. Wahrzeichen der Insel sind der Leuchtturm Dornbusch im Norden Hiddensees sowie die kleine Inselkirche aus dem 14. Jahrhundert. Die Insel ist traditionell ein Anziehungspunkt für Künstler. So warten zahlreiche Ausstellungen und Künstlerhäuser auf Ihren Besuch.

Das Biosphärenreservat südlich von Rügen begeistert mit einer beeindruckenden Flora und Fauna, die schon eine Vielzahl von Malern, unter anderem Caspar David Friedrich, inspiriert hat. Auf der kleinen, ruhigen Insel gibt es nur die wenigen Häuser der Naturschutzeinrichtungen. Vilm steht bereits seit 1936 unter Naturschutz. Wer seltene Pflanzen- und Tierarten betrachten möchte, sollte sich vorher anmelden. Exkursionen auf die Insel finden nur in kleinen Gruppen zwischen März und November statt und gelten als Geheimtipp bei Rügenurlaubern.

Von Mai bis Oktober kann an einer geführten Wanderung im Biosphärenreservat Südost-Rügen teilgenommen werden. Die einzigartige UNESCO-Kulturlandschaft bietet einen außerordentlichen Naturreichtum. Der Landschaftsausschnitt spiegelt auf kleinstem Raum alle Landschafts- und Küstenformen des mecklenburgisch-vorpommerschen Küstenraumes wider. Dazu gehören Küstenvorsprünge, Bodden und Wieken sowie feinsandige Sandstrände und schroffe Steilküsten.

Museen und Ausstellungen

Ein beeindruckendes Erlebnis ist der Besuch des U-Boot-Museums in Sassnitz. Zu besichtigen ist hier die HMS Otus, ein altes britisches U-Boot der Oberon Klasse aus dem Jahr 1963. Heute bietet die 90 Meter lange HMS Otus aus erster Hand Einblicke in das Leben und die Arbeit unter Wasser. Besonders interessant sind der Maschinenraum und die Operationszentrale mit ihren unzähligen Schaltflächen. Außerdem kann man einen Blick aus einem der noch zwei funktionstüchtigen Periskope auf den Sassnitzer Hafen werfen. Bei den Durchgängen ist Gelenkigkeit gefragt. Das Museum ist ganzjährig ab 10 Uhr geöffnet. In der Nebensaison schließt es um 16 Uhr, in der Ferienzeit erst um 19 Uhr.

Der Ortsteil von Binz erlangte vor allem durch den Koloss von Prora, einem Monumentalbau aus der Nazizeit Berühmtheit. In dem geplanten KdF-Seebad sollten sich 20.000 Urlauber gleichzeitig erholen können. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Bauarbeiten jedoch gestoppt. Zu DDR-Zeiten diente die Anlage als Kaserne. Prora wurde zur militärischen Sperrzone.

Von den ursprünglich acht jeweils 550 Meter langen Blöcken blieben fünf übrig. Seit 2004 werden die Blöcke einzeln veräußert. Heute befinden sich in der Anlage das „Dokumentationszentrum Prora“ sowie die Ausstellungsräume der „KulturKunststatt Prora“. Das Dokumentationszentrum thematisiert mit der Dauerausstellung „MACHTUrlaub“ die nationalsozialistische Vergangenheit des Kolosses. Ein 18 Meter langes Modell des geplanten Baus kann im KdF Museum der KulturKunststatt besichtigt werden. Fünf in sich geschlossene Museen und eine Bilder-Galerie auf einer Fläche von 5.000 qm werden durch das "Wiener Kaffeehaus" und Vorträge im Panoramasaal "Silberreiher" abgerundet.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum ehemaligen KdF-Bad Prora befindet sich das liebevoll eingerichtete Eisenbahn- und Technikmuseum. Auf einer über 10.000 qm großen Ausstellungsfläche können hier historische Eisenbahnen, Nutzfahrzeuge und PKWs besichtigt werden. Technikfreunde und Eisenbahnliebhaber bestaunen die Werkloks der Rügener Kreidewerke oder Rangierlokomotiven der verschiedensten Größen aus nächster Nähe. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen die größte Dampflok Europas wie auch die Dampfschneeschleuder. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge, Kaelble-Zugmaschinen, Traktoren wie auch verschiedenste Oldtimermodelle von Autos zu sehen. Das Museum öffnet von April bis Oktober.

Die Mönchguter Museen rund um das Ostseebad Göhren sind sieben Ausstellungsplätze, in denen die Geschichte und der Lebens- und Arbeitsalltag der Region anschaulich dargestellt werden.

Geschichten aus dem Leben der Rüganer, für die der Fischfang eine bedeutende Rolle spielte, erzählen das Heimatmuseum Göhren und das Küstenfischermuseum im Ostseebad Baabe. Bräuche und Traditionen wie auch der Alltag der Fischer werden hier wieder lebendig.

Das Göhrener Baudenkmal Rookhus zählt gar zu den ältesten Bauwerken der Insel. Zur Erkundung lädt auch das Museumsschiff „Luise“ ein, ein Plattbodenschiff aus dem Jahre 1906, das als Küstenfrachtschiff diente.

Weitere Ausstellungsorte sind das Schulmuseum in Middelhagen sowie das Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker. Das um 1720 erbaute Pfarrwitwenhaus gehört zu den ältesten Wohnhäusern auf Rügen und dient heute als Ort für Kunstausstellungen.

Im Mönchguter Museumshof, dem ältesten und größten Freilichtmuseum der Insel, gibt es Einblicke in die Lebensweise der Bauern sowie die Produktion typischer landwirtschaftlicher Produkte.

Im März 1993 gründeten Einwohner von Sassnitz den Verein „Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum“. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1996 gewährt das Museum Einblicke in die Geschichte der Fischereistadt Sassnitz und des Fährschiffs- und Bäderschiffsverkehrs. Höhepunkt der Ausstellung bildet das Museumsschiff Havel, der letzte Fischereikutter des ehemaligen Fischkombinates Sassnitz, der originalgetreu restauriert erhalten wurde. Die Besucher können sich hier bei einer Führung über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Fischer an Bord informieren und dabei die Brücke, die Wohnräume, Kombüse wie auch den Maschinenraum besichtigen.

Klein aber fein - dieses Museum hat die auf und um Rügen gefundenen Fossilien sowie die Entstehung und den Abbau von Kreide zum Thema. Es befindet sich an einem Originalschauplatz des Kreideabbaus, in der restaurierten Werkhalle des alten Kreidewerks Gummanz. Das Kreidewerk aus dem Jahr 1854 war noch bis 1962 in Betrieb.

Auf kleinem Raum findet man hier viele spannend gestaltete Informationen zum Thema Kreideabbau. Ein Kreide-Lehrpfad bringt spielerisch viel Interessantes über die eiszeitliche Entstehung der Insel nahe. Im Freilichtmuseum, auf dem sogenannten „Kleinen Königsstuhl“, sind die Gerätschaften zum Kreideabbau ausgestellt. Darüber hinaus bietet sich von hier aus eine wunderschöne Aussicht über Rügen. Kinder können sich in der Buddelkiste auf die Suche nach Fossilien machen.

Unterhaltung

Die Kleinbahn, liebevoll als Rasender Roland bezeichnet, verkehrt zwischen den Orten Lauterbach-Mole und Göhren mit Zwischenhalten in Putbus, Binz, Sellin und Baabe. Eine malerische Dampflok treibt die Schmalspureisenbahn auf einer Spurweite von 750 mm an. Auch das Fahrrad kann zu einem günstigen Tarif befördert werden. Hauptgrund für eine Fahrt mit der Kleinbahn sind jedoch die idyllischen Landschaften, die mit höchstens 30 km/h am Fenster vorbeiziehen und das Gefühl, mit der Dampflok auch ein Stück in die Vergangenheit zu reisen.

Mit einer Länge von 700 Metern und einem Höhenunterschied von 27 Metern bietet die nördlichste Rodelbahn Deutschlands einen Riesenspaß für Groß und Klein. Rasende Abfahrten durch sieben Steilkurven, Jumps und einen Aktionskreisel machen die Rodelbahn zu einem Top-Ausflugziel für Familien. Die Erlebniswelt Rugard liegt in herrliche Natur eingebettet am Stadtrand Bergens.

Jede Menge Familienspaß garantiert das Dinosaurierland Rügen. Es bietet lebensnahe Dinomodelle, einige davon beweglich und mit lebensnahen Klängen. Ein naturwüchsiger Erlebnispfad führt durch die Geschichte der Riesen, wobei die spektakulärsten Vertreter wie T-Rex oder Brachiosaurus natürlich nicht fehlen dürfen. Der Aufenthalt wird abgerundet durch einen Besuch des Steinzeitdorfes, in dem man Einblicke in den Alltag eines Steinzeitmenschen von Jagd bis hin zur Essenszubereitung gewinnt. Öffnungszeiten sind von März bis November.

Sehenswürdigkeiten

Zwischen den Ostseebädern Binz, Sellin und Granitz liegt das knapp 1000 Hektar große Waldgebiet der Granitz. Zahlreiche Rad- und Wanderwege machen das Naturschutzgebiet zu einem beliebten Erholungsort.

Auf der höchsten Erhebung der Granitz, dem Tempelberg, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im Auftrag des Wilhelm Malte I. zu Putbus das Jagdschloss Granitz errichtet. Einst ein beliebtes Reiseziel des europäischen Adels, ist es heute das meistbesuchte Schloss Mecklenburg-Vorpommerns. Nach zwei umfangreichen Restaurierungen dient das Schloss nun als Museum. Zu den ausgestellten Exponaten gehören Jagdgewehre, Möbel aus dem 19. Jahrhundert wie auch die Reihe „Hirsche der Welt“.

Beliebtestes Ziel ist jedoch der Mittelturm des Schlosses, der auf einer Höhe von 38 Metern einen beeindruckenden Panoramablick auf die Insel Rügen bietet.

Im Sommer finden auf dem Schloss zahlreiche Veranstaltungen statt. Hierzu gehören Familienführungen, Konzerte oder auch ein Schlossfest mit Mittelaltermarkt.

Im Naturschutzgebiet Granitz existieren keine Straßen für Autos. Das Schloss kann aber gut zu Fuß, per Rad oder mit dem Jagschlossexpress erreicht werden.

Die ehemalige Fürstenresidenz wurde erst im Jahr 1810 gegründet und ist somit Rügens jüngste Stadt. Wegen ihrer vielen weiß gestrichenen klassizistischen Bauten trägt sie auch den Beinamen „die weiße Stadt“. Heute gehört das Stadtensemble zu den bedeutendsten Architekturdenkmälern der klassizistischen Epoche. Der zweite Beiname „Rosenstadt“ leitet sich von den zahlreichen Rosenstöcken ab, welche vor den historischen Gebäuden gepflanzt wurden.

Putbus bietet so viele bedeutende Bauwerke, dass die Stadt selbst als Sehenswürdigkeit gilt. Herzstück des Ortes ist der Circus, ein kreisrunder Platz, auf dem alle Straßen zusammentreffen. Im Mittelpunkt thront ein hoch aufragender Obelisk.

Lohnenswert ist ein Spaziergang durch den riesigen Schlosspark, in dem noch die Orangerie, die Schlosskirche und das Residenztheater erhalten geblieben sind. Naturfreunde werden sich an dem beeindruckenden Baumbestand erfreuen, zu dem Riesenmammutbäume, Urweltmammutbäume oder Tulpenbäume gehören. Im Residenztheater, einem der bedeutendsten Gebäude im Stadtbild, finden regelmäßig Gastspiele statt. Als Höhepunkt gelten hier die Putbus-Festspiele, die alljährlich im Mai stattfinden.

Eine weitere Adresse der Kulturhauptstadt Rügens ist die Orangerie. Einst ein Treibhaus, dann Stadtbibliothek, dient die Orangerie heute der Kulturstiftung Rügen als künstlerisches Ausstellungszentrum. Hier kann man klassisch-moderne und expressionistische Werke der bildenden Kunst mit Bezug zu Rügen bewundern. Außerdem finden wechselnde Ausstellungen einheimischer Künstler statt.

Zu den Hotspots für Fotografen zählt die im Jahr 1998 eröffnete Seebrücke Sellin, die mit 394 Metern den Rekord als längste Seebrücke der Insel Rügen hält. Die ursprüngliche Konstruktion aus dem Jahre 1906 war durch Packeis und Brand zerstört worden. Der nach historischem Vorbild gestaltete Neubau beeindruckt mit seinen hellen Aufbauten, dem Kaiserpavillon und dem Palmengarten. Am Ende der malerischen Brücke erwartet den Besucher ein Highlight: eine Tauchgondel, die vier Meter in die Ostsee hinabsteigt. Ein eigens für die Tauchgondel gedrehter 3D-Film informiert über das Leben in der Ostsee.

Funde im Bodden als auch die vielen Hünengräber belegen, dass die Insel Rügen bereits in der Steinzeit besiedelt wurde. Die Bewohner um die Zeitenwende zählen zu den Rugiern.

Nachdem die ostgermanischen Rugier im Zuge der Völkerwanderung nach Süden gezogen waren, prägten ab dem 7. Jahrhundert slawischen Ranen die Insel. Bei Kap Arkona errichteten sie die Kultstätte Jaromarsburg, ein dem Gott Svantovit gewidmetes religiöses Zentrum und gleichzeitig Orakelanlage der Slawen. Aufgrund der strategisch günstigen Lage der Insel sowie ihrer starken Flotte konnten sich die Ranen bis in das 12. Jahrhundert gegenüber den Dänen behaupten. Nach der Unterwerfung Rügens durch Dänemark, wurde der Ranenfürst Jaromar I. im Jahr 1168 zum Vasallen des Dänenkönigs Waldemar I. und die Bewohner christianisiert. Die Gründung dänischer Klöster und die Zuwanderung deutscher Kolonisten beendeten den kulturellen Einfluss der Slawen.

Nach dem Tod des letzten slawischen Fürsten von Rügen, Wizlaw III., entbrannten zwischen dem Herzogtum Wolgast und dem Herzogtum Mecklenburg zwei Erbfolgekriege. Der zweite Rügische Erbfolgekrieg wurde 1354 mit dem Frieden von Stralsund beendet, bei dem das ehemalige Fürstentum Rügen an das Herzogtum Pommern-Wolgast fiel. Im Jahr 1478 wurde Pommern-Wolgast mit Pommern-Stettin vereinigt.

Im Jahr 1630, während des Dreißigjährigen Krieges, besetzten schwedische Truppen ganz Pommern. Nach dem Tode des letzten Herzogs von Pommern, Bogislaw XIV., hätte das Herzogtum von Pommern an den Kurfürsten von Brandenburg fallen müssen. Im Westfälischen Frieden jedoch sicherte sich Schweden den Besitz „Schwedisch-Pommerns“ mit der Hauptstadt Stettin. Rügen kam dadurch im Jahr 1648 an Schweden.

Zur Zeit der Napoleonischen Kriege besetzten Franzosen die Insel. Nachdem Europa durch den Wiener Kongress neu geordnet wurde, fiel Rügen 1815 schließlich an Preußen. Im 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche Seebäder wie Putbus, Binz oder Sellin.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Insel Teil des Bezirkes Rostock. Im Jahr 1953 spielte sie eine tragische Hauptrolle bei der „Aktion Rose“, einer Aktion der DDR-Regierung zur Verstaatlichung von Hotels und Dienstleistungsunternehmen, bei der über 400 Unternehmer in Schnellverfahren unter dem Vorwand der Wirtschaftskriminalität abgeurteilt und inhaftiert wurden. Während der sozialistischen Herrschaft diente sie vor allem als Haupturlaubsgebiet der DDR-Bevölkerung, wobei der FDGB die Vergabe der Ferienplätze dominierte.

Seit der Wiedervereinigung Deutschlands gehört Rügen zum Landkreis Mecklenburg-Vorpommern.

Restaurants

Zu den Touristenmagneten im Osten der Insel zählt die malerische Seebrücke Sellin. Hier finden ganzjährig kulturelle Veranstaltungen von Livemusik und Kabarett bis hin zu Partys und Festspielen statt. Das Restaurant öffnet von 11 Uhr bis 22 Uhr und serviert frisch gefangenen Fisch, Fleischgerichte wie auch vegetarische Kost.

Bei einem Aufenthalt auf der Insel Rügen ist ein Besuch in einem Fischspezialitätenrestaurant ein Muss. Zu den besten Adressen gehören hier das „Gastmahl des Meeres“ am Fischereihafen Sassnitz und der Landgasthof Fischerhus in Glowe.

Frische regionale Speisen werden in der rustikal-gemütlichen Gaststätte Puk up’n Balken in Bergen zubereitet. Wer es hingegen stylish bevorzugt, wählt das Restaurant „Nixe“ in Binz. Weiße Ledersessel und farbiges Licht verleihen dem Restaurant im Jugendstil-Designerhotel einen Hauch von Luxus.

Zu den besten Adressen in Jasmund gehört das idyllisch am Spykersee gelegene Hotel Schloss Spyker. Es ist das älteste Schloss der Insel und blickt auf eine fast 800-jährige Geschichte zurück. Kulinarische Höhepunkte sind neben hausgemachten Kuchen und Torten aus der Schlossbäckerei auch das kreative, regionale Abendessen im mittelalterlichen Keller.

Liebhabern der mexikanischen Küche empfiehlt sich das Salsa Latino im Ostseebad Binz. Hier überzeugt nicht nur das qualitätvolle Essen, sondern auch die schöne entspannte Atmosphäre mit einer freundlichen Bedienung. Das Restaurant ist von 17 Uhr bis weit nach Mitternacht geöffnet.

Bars und Clubs

Ein Geheimtipp ist die Globetrotter Bar im Seebad Göhren, die etwas versteckt in einer Nebengasse liegt. Eine unverwechselbare Inneneinrichtung, nettes Personal und eine umwerfende Auswahl an erstklassigen Cocktails garantieren einen gelungenen Abend. Dazu kann man kleine Snacks bestellen. Inhabern eines Fensterplatzes bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Ostsee.

Großer Beliebtheit erfreut sich auch die Strandbar 28 in Binz. Meeresrauschen, Sand unter den Füßen und leckere Cocktails sorgen für gute Laune. Auch das lockere, freundliche Personal ist für viele Besucher ein Grund wiederzukommen. Direkt vor der Bar befindet sich eine Segelschule.

Abwechslungsreiche Livemusik von Jazz und Blues bis Klassik gibt es in der Bar „Shakers“ im Grand Hotel Binz. Dazu genießt man ein frisch gezapftes Bier oder probiert eine der Whisky- und Rumspezialitäten.

Ein Club für junge Leute ist das „Hyperdome“ in Teschenhagen, in dem ein DJ die Hits aus den aktuellen Charts auflegt. Der „Zum Mönchguter Lotsen“ in Göhren ist ein Ostsee-Szeneclub mit einer kleinen Tanzfläche und gemütlichen Sitzecken.

Die Inseln Rügen und Hiddensee unterliegen dem Ostseeküstenklima von Mecklenburg-Vorpommern, welches durch einen häufigen Wechsel zwischen maritimen und kontinentalen Einflüssen gekennzeichnet ist.

Dabei überwiegt das Seeklima mit angenehmen Temperaturen, viel frischem Wind und Sonnenschein. Unbelastete, salzhaltige Luft sowie die Pollenarmut tragen zum gesundheitsfördernden Klima der Insel bei.

Rügen und Hiddensee zählen zu den Orten mit den meisten Sonnenstunden in Deutschland. Niederschlag fällt vergleichsweise wenig und verteilt sich gleichmäßig über das Jahr.

Die beste Reisezeit liegt zwischen Mitte Juni und Mitte September. Hier erwärmt sich die Ostsee auf Badetemperatur, während Strandbesucher über zehn Sonnenstunden täglich genießen können. Obwohl im Sommer Temperaturen bis zu 35 °C erreicht werden, sind diese dank des frischen Seewindes gut zu ertragen. Im Hochsommer liegt die Wassertemperatur an der offenen Küste zwischen 17 - 19 °C und in den geschützten Boddenbereichen bei 19 - 22 °C.

Aktivurlauber schätzen vor allem den Frühling und den Herbst. Bereits im Frühjahr finden Angler, Fahrradtouristen und Wanderer ideale Bedingungen vor. Im Mai wie auch September bestehen große Chancen auf eine beständige Schönwetterphase. Durch die Aufwärmung der Ostsee im Sommer profitieren Urlauber von einem verlängerten Herbst, der zu ausgedehnten Spaziergängen durch die buntgefärbten Wälder einlädt. Trotzdem muss man im Frühjahr und Herbst auch mit tagelangen Stürmen rechnen.

Der kalte und raue Winter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt zieht einsame Strandspaziergänger oder Wellness-Urlauber an.