Urlaubsziel Kanaren

Die Inselgruppe der Kanaren liegt vor der Westküste Marokkos im Atlantischen Ozean. Politisch gehören die Kanaren zu Spanien, doch geografisch sind sie ein Teil Afrikas.

Auch als Inseln des ewigen Frühlings bekannt, zählen sie zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Hervorstechende Eigenschaft ist das ganzjährig angenehme Klima mit den vielen Sonnenstunden. In weniger als fünf Flugstunden von Deutschland aus zu erreichen, bieten sie sich geradezu an, um dem heimischen grauen Winterwetter zu entfliehen. 

Das Spektrum der kanarischen Landschaften reicht von schroffen Bergmassiven und kargen, von der Lava geprägten Gegenden bis hin zu üppigen grünen Wäldern und Blütenparadiesen. Ein Teil der Inseln bietet karibisch anmutende Traumstrände und ein reges Nachtleben, andere hingegen verträumte Einsamkeit für die Ruhesuchenden. Ihre Verschiedenartigkeit macht einen großen Teil des Reizes aus. 

Die wichtigsten Touristenzentren befinden sich auf Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Vor allem die kilometerlangen Sandstrände und das türkisfarbene Meer Fuerteventuras haben es den Urlaubern angetan. Auf Teneriffa besteigen Gipfelstürmer mit dem Teíde gleichzeitig den höchsten Berg Spaniens. Naturfreunde zieht es zum Wandern auf die kleineren Inseln La Palma und La Gomera. Und wer es ganz abgeschieden liebt, fährt nach El Hierro, wo die Zeit langsamer läuft als anderswo. 

Trotz ihrer Vielfältigkeit haben die Kanaren aber eines gemeinsam: viel Sonne, viel frischen Fisch, köstliche Weine und leckeren Ziegenkäse.

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Teneriffa ist die größte und bevölkerungsreichste der Kanarischen Inseln. Gekrönt wird sie vom „Pico del Teide“, dem mit 3.718 m höchsten Berg Spaniens. Trotz der südlichen Lage ist er im Winter mit Schnee bedeckt und mit seiner weißen Spitze schon aus großer Entfernung zu erkennen.

Im Südwesten der Insel liegen die Touristengebiete Los Cristianos und Playa de las Américas, die durch Hotels, Strände und Freizeitparks gekennzeichnet sind. Sie locken zudem mit einem abwechslungsreichen Nachtleben.

Auch im Nordosten pulsiert das Leben. Dort befindet sich die Hauptstadt Santa Cruz, die zusammen mit der Nachbarstadt San Cristóbal de La Laguna den zweitgrößten Ballungsraum der Kanaren bildet. Unweit der Hauptstadt liegt ein berühmter Badestrand, der recht ursprünglich gebliebene San Andrés.

Im Landesinneren hingegen haben sich die archaischen Strukturen und das spartanische Leben erhalten, wie es vor einem halben Jahrhundert noch überall auf Teneriffa üblich war. Auf einer kurvenreichen, landschaftlich überwältigenden Autofahrt von Los Cristianos nach Santa Cruz kann man sich selbst davon überzeugen. Hierbei kommen Sie an den „Pirámides de Güímar“ vorbei. Die sechs Pyramiden wurden in einem internationalen archäologischen Projekt unter Leitung von Thor Heyerdahl ausgegraben und sind heute eine Touristenattraktion.

Auch direkt vor den Toren der Hauptstadt, in den Schluchten und Buchten des Nordostens, gehen die Bauern wie seit Jahrhunderten dem Ackerbau nach. In der quirligen Hauptstadt Santa Cruz hingegen hat sich in den letzten Jahren viel getan. In der Altstadt sollte man unbedingt der „Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción“ einen Besuch abstatten. Ihr Turm gilt als Wahrzeichen der Stadt. Die Innenräume beeindrucken mit kostbaren Holzschnitzereien, wertvollen Barockkunstwerken und einem vergoldeten Altar. Die Hauptstadt bietet architektonische Highlights wie die Konzerthalle oder das Parlamentsgebäude und eine Vielzahl historischer Bauten. aber man kann hier auch herrliche Einkaufsbummel machen.

Das benachbarte La Laguna verzaubert ebenfalls mit herrlichen Gebäuden, so zum Beispiel der Kathedrale. Nachdem das historische Zentrum restauriert wurde, erhielt es den Titel UNESCO-Weltkulturerbe. Hier empfiehlt sich zudem ein Ausflug in das „Museo de Historia de Tenerife“, welches sich in einem bemerkenswerten Gebäude aus dem 16. Jahrhundert befindet und eine berühmte kartografische Sammlung beherbergt.

Die Hafenstadt Puerto de la Cruz ist das Zentrum der Nordwestküste. Im historischen Stadtkern finden sich viele authentische Restaurants, die vorzügliche kanarische Gericht servieren. Außerdem ist der Westen der Insel das Hauptanbaugebiet für Wein. Eines der Weingüter mit den meisten Auszeichnungen ist das „Bodegas Insulares Tenerife S.A.“.

Ein Muss für Naturtouristen ist ein Besuch im Nationalpark Teide. Auch das Biosphärenreservat des Anaga-Gebirges an der Nordspitze Teneriffas bietet gut erschlossene Wanderwege mit lohnenswerten Ausblicken. Sehenswert sind auch das Orotava-Tal, die Höllenschlucht bei Adeje oder die Masca-Schlucht.

Die sandige Insel ist die älteste der Kanaren. Ihre Landschaft ist von Kleinstrauchvegetation und Vulkankegeln geprägt, doch die Vulkane erloschen bereits vor Tausenden von Jahren. Kennzeichen Fuerteventuras sind vor allem kilometerlange schneeweiße Sandstrände, Sanddünen und azurblaues Wasser. Seit ihrer Entstehung hat ihr die Erosion stark zugesetzt. Mit dem Pico de la Zarza erhebt sich die trockene Schönheit heute gerade einmal auf 807 Meter Höhe.

Fuerteventura ist gut zu erreichen. In ihrer Hauptstadt Puerto del Rosario befindet sich ein internationaler Flughafen.

Auf Fuerteventura fühlen sich vor allem Surfer und sonnenhungrige Badeurlauber wohl. Die Insel rühmt sich mit den besten Stränden der Kanaren. Im Süden erstreckt sich die 21 Kilometer lange feinsandige „Playa Jandía“, welche bei Familien äußerst beliebt ist. Das Mekka der Wellenreiter, „Northshore“, findet man hingegen an der Nordwestküste zwischen Cotillo und Corralejo. Doch neben dem Surfen können sich aktive Urlauber auch beim Segeln, Tauchen, Wasserski, Wandern oder Reiten vergnügen.

Corralejo, als größter Touristenort der Insel, bietet die meiste Abwechslung und das aufregendste Nachtleben. Doch auch der historische Stadtkern des Ortes ist einen Ausflug wert. Reges Nachtleben gibt es auch in der Hauptstadt Puerto del Rosario. Dort treffen sich vor allem die Einheimischen.

In den Restaurants findet man zunehmend auf Touristen ausgerichtete internationale Küche, doch werden weiterhin auch die traditionellen Gerichte angeboten. Das wichtigste ist das Ziegenfleisch, zu welchem kanarische Kartoffeln „Papas Arrugadas“, Knoblauchsoße und Ziegenkäse („Queso Majorero“) gereicht werden. Die besten Fischgerichte der Insel gibt es direkt in den kleinen, malerischen Fischerdörfern.

Weiterhin sorgen auf Fuerteventura zwei Freizeitparks für Abwechslung. Zum einen ist das der Zoo „Oasis Park“ im Süden, zum anderen der Wasserpark „La Village Baku“ im Norden. Über das gut ausgebaute Straßennetz lässt sich jeder Ort der Insel bequem erreichen. Naturfreunde sollten unbedingt das Dorf „Vega de Río Palmas“ besuchen. Von hier aus führt ein bezaubernder Wanderweg an einem Stausee entlang in die Schlucht Mal Paso und wieder zurück. Ein weiteres lohnenswertes Ausflugsziel im Inselinneren ist das Ecomuseum La Alcogida in Tefia. Hier bekommt man in sieben rekonstruierten Bauernhäusern einen Einblick in die traditionelle Handwerkskunst und Lebensweise der Landbewohner.

Auf kulturellem Gebiet gibt es historische Gebäude und liebevoll gestaltete Museen zu entdecken. Sehenswert ist die Kirche „Iglesia Nuestra Señora de Regla“. Auch die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Hauptstadt Betancuria sollte man besucht haben.

Die kreisförmige Insel ist mit einem Durchmesser von 50 Kilometern die drittgrößte der Kanaren. Im Süden findet man das, was man sich unter einer Touristenhochburg vorstellt. Im internationalen Ferienort Maspalomas mit seinen Bettenburgen gibt es vor allem viel Beton und viele Partys. Gran Canaria ist eben für sein Nachtleben bekannt. Die Discos, Pubs und Klubs konzentrieren sich auf den touristischen Süden und die im Norden gelegene Hauptstadt Las Palmas. Feiern kann man hier wie dort gleichermaßen, bis in den frühen Morgen.

Trotzdem findet der Ruhesuchende auf Gran Canaria die nötige Abgeschiedenheit. Dazu muss er nur in Richtung Landesinnere fahren. Besonders die Westküste bietet ursprüngliche und wilde Natur. Ein schönes Ausflugziel ist zum Beispiel der Ort La Aldea de San Nicolás, in dessen Nähe sich einer der größten Kakteenparks Europas befindet. Wer dorthin über Los Pechos fährt, wird mit beeindruckenden Aussichtspunkten belohnt. Ein anderes Naturschauspiel erlebt man auf der Wanderung zum höchsten Punkt der Insel, dem 1.949 Meter hohen, erloschenen Vulkan Pico de las Nieves. Vom seinem Pass „Cruz de Tejeda“ ist sogar der Teíde auf Teneriffa sichtbar. Ein lohnendes Fotomotiv, ebenso wie der Basaltfelsen Roque Nublo, das Wahrzeichen Gran Canarias.

Neben der Altstadt der Inselhauptstadt Las Palmas laden viele hübsche Dörfer zu einem Abstecher ein. An erster Stelle stehen hier die Ansiedlungen Artenara und Teror. Artenara ist für seine sehr gut erhaltenen Höhlenwohnungen und die Höhlenkapelle berühmt. Das weiter nördlich gelegene Teror ist einer der ursprünglichsten Orte der Insel. Prächtige Hausfassaden mit vielfältigen Holzbalkonen wie auch die antike Basilika sind eine richtige Augenweide.

Lanzarote gehört mit Fuerteventura zu den ältesten der vulkanischen Inseln. Von 1730 bis 1736 und 1824 ereigneten sich starke Vulkanausbrüche, die ein Viertel der Insel verschütteten, darunter die fruchtbarsten Gebiete. Aus diesem Grund wird Lanzarote wie keine andere der Kanaren durch markante Vulkankegel und eine karge Landschaft geprägt.

Darüber hinaus ist die Insel zu flach, um die Wolken, die der Passatwind bringt, zum Abregnen zu bringen. Trotzdem erwartet den Besucher keine unwirtliche Einöde. Im Süden locken Traumstrände und in der Mitte der Insel ragen Weinanbaugebiete wie eine grüne Oase aus den schwarzen Lavafeldern hervor. In La Geria kann man die traditionelle Anbaumethode des Trockenfeldbaus bewundern. Die Weinstöcke wachsen hier auf dem Grund trichterförmiger Vertiefungen in der Vulkanasche. Halbkreisförmige Mauern aus Lavabrocken schützen die Rebstöcke vor Wind. Daraus ergibt sich ein derart eindrucksvolles Landschaftsbild, dass das New Yorker Museum of Modern Art das Weinanbaugebiet zum Gesamtkunstwerk erklärte.

Im Süden von Lanzarote befinden sich die Ferienzentren Puerto del Carmen und Playa Blanca. Sehenswert sind vor allem die sieben Papagayo-Strände. Inmitten einer Felskulisse und vor türkisfarbenem Wasser gelegen, bestechen die natürlichen Sandstrände durch ihre landschaftliche Schönheit.

Das Nachtleben von Lanzarote spielt sich vor allem in den Ferienzentren und in der Hauptstadt Arrecife ab. Im Touristenort Puerto del Carmen wird erstklassige kanarische Küche geboten. Eines der besten Restaurants bezüglich des Preis-Leistungs-Verhältnisses ist das „La Cañada“. In San Bartolomé befinden sich exzellente Weinkeller, wie zum Beispiel der Bodegas El Grifo.

Berühmtester Sohn der Insel ist der Künstler César Manrique, der entscheidend zur Gestaltung der Insel beitrug. Viele Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote wurden von ihm angelegt, so die Jameos del Agua, eine touristisch erschlossene Lavaröhre, der Aussichtspunkt Mirador del Río im Norden der Insel, oder der Kakteengarten in Guatiza. Mit seinem Einfluss erwirkte César Manrique, dass kein Gebäude höher als eine ausgewachsene Palme gebaut werden durfte. Die Häuser sollten weiß gestrichen und mit blauen oder grünen Fensterläden abgesetzt werden. Lange Zeit konnte man so den Auswüchsen des Massentourismus Einhalt gebieten. Nach seinem Tod wurden in den Touristenzentren dann doch höhere Gebäude gebaut. Zwar wurden die meisten neuen Hotels in Playa Blanca von Spaniens oberstem Gericht für illegal erklärt, doch einen Abriss brauchen die Besitzer nicht zu fürchten.

Ein absolutes Highlight der Insel ist der „Parque Nacional de Timanfaya“. Der Nationalpark wird von Vulkanen gebildet, die in sechs Meter Tiefe immer noch eine Temperatur von 400 °C aufweisen. César Manrique errichtete hier das Restaurant „El Diablo“ mit einer Kochstelle über dem heißen Boden. Der Rundbau bietet durch Panoramafenster einen dramatischen Blick auf die Landschaft aus erstarrter Lava.

Diese Kanareninsel ist das Ziel von sportlich aktiven Urlaubern. Ob Wandern, Mountainbiking, Reiten, Paragliding oder Wassersportarten - das Angebot ist vielfältig. Außerdem gibt es verschiedene Stationen, an denen man sich ein Motorrad ausleihen kann.

La Palma ist die nordwestlichste der Kanaren und führt den Beinamen „Grüne Insel“, weil sie im Gegensatz zu den anderen Inseln große Waldgebiete trägt. Auch die Landwirtschaft hat größte Bedeutung. Ihre üppige Vegetation verdankt sie den vielen Regenfällen, die im Herbst und Winter vor allem an der Ostseite niedergehen. In der Mitte der Insel erhebt sich ein gewaltiges Bergmassiv als Regenscheide und so ist es im Westen merklich trockener. La Palma gehört zu den geologisch jüngsten der Kanareninseln und so brach noch im Jahr 1971 der Vulkan Teneguía aus. La Palma ist sehr kontrastreich und zeigt neben viel Grün auch schwarze Sandstrände und Lavalandschaften. Eine empfehlenswerte Tour führt durch die „Barranco de las Angustias“ (Schlucht der Ängste) in die Caldera. Im Nationalpark „Caldera de Taburiente“ kann man einen der größten Erosionskrater der Welt bestaunen. Höchster Punkt des Kraterrandes ist der Roque de los Muchachos mit 2.426 Metern.

Auf La Palma gibt es mehr als zwanzig Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Die gesamte Insel ist nicht nur ein UNESCO Biosphärenreservat, sondern auch ein Lichtschutzreservat. Hierzu wurde im Jahr 1988 das weltweit erste Gesetz zum Schutz vor Lichtverschmutzung erlassen. Die günstigen Lichtverhältnisse führten auch dazu, dass auf der höchsten Erhebung der Insel das „Roque-de-los-Muchachos“-Observatorium gegründet wurde. Es gehört zur Europäischen Nordsternwarte.

Auf La Palma sind auch noch jahrhundertealte handwerkliche Traditionen wie Seidenspinnerei, Weberei und Korbflechterei lebendig. Viele Orte haben ihren ursprünglichen Charakter bewahren können, selbst die lebendige Inselhauptstadt Santa Cruz ist kaum touristisch. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, denn die Stadt lädt mit ihren prachtvollen Kolonialbauten zu einer Zeitreise ins 16. Jahrhundert ein.

Die fast kreisrunde La Gomera ist nach El Hierro die zweitkleinste Insel und besteht zum Großteil aus poröser Lava. Allerdings liegt der letzte Vulkanausbruch Millionen von Jahren zurück.

Gomera war lange Zeit eine Hochburg für Hippies, die im Tal "Valle Gran Rey“ in Höhlen wohnten und eine Aussteigerexistenz führten. Zwar gilt die Insel immer noch als Ziel von Aussteigern, doch heute bildet der sanfte Tourismus in Form von Wandertouren den Hauptgrund für Besuche. Gomera ist per Fähre oder im regionalen Flugverkehr von Teneriffa aus zu erreichen.

Die Insel ist in erster Linie für ihren Lorbeerwald berühmt. Es ist der größte zusammenhängende Lorbeerwald der Erde. Er gehört zum Nationalpark Garajonay, der nicht nur UNESCO Weltnaturerbe, sondern auch Europäisches Vogelschutzgebiet ist. In dem immergrünen Nebelwald wachsen noch manche urzeitliche Arten. So kann man in dem Park zwei Meter hohe Farne bestaunen. Malerische Bartflechten wie auch moosbewachsene Äste hängen von den Bäumen. Höchste Erhebung ist der Garajonay mit 1.487 Metern.

Die geschützten Gebiete der Insel machen zusammen etwa ein Drittel ihrer Fläche aus. Dazu gehören das Naturschutzgebiete Benchijigua und Puntallana oder der Naturpark Valle Gran Rey. Außerdem empfiehlt sich ein Besuch in „Vallehermoso“, welches durch Gärten und Plantagen geprägt ist. In Vallehermoso, dem „schönen Tal“, liegt das Zentrum der traditionellen Korbflechterei.

Auf La Gomera werden Reitausflüge zu Pferd oder auf dem Esel angeboten. Außerdem kann man Tauchkurse machen oder mit dem Boot zu Walbeobachtungen fahren. Badestrand und gleichzeitig ein landschaftliches Highlight ist die Playa de la Cueva in San Sebastián. Für Wanderer gibt es ein ausgedehntes Netz gut ausgeschilderter Wanderwege, welche alle Inselteile miteinander verbinden.

Kulinarische Spezialitäten der Insel sind der strohgelbe Weißwein und der Palmenhonig.

El Hierro ist die jüngste und mit 270 Quadratkilometern Fläche die kleinste der Kanarischen Inseln. Wie ihre Nachbarinsel Gomera zeigt sie schon seit Langem keine Vulkantätigkeit mehr. Die Insel besticht durch ihre herbe, von Hochflächen und Felsabbrüchen bestimmte Landschaft. Im Gegensatz zu Teneriffa oder Gran Canaria findet der Urlauber hier vor allem Ruhe. Die komplette Insel wurde im Jahr 2000 zum Biosphärenreservat erklärt. Touristenhochburgen mit Badeparadiesen oder tosendem Nachtleben sucht man hier vergebens. Markenzeichen El Hierros ist die Ursprünglichkeit.

Die Insel kann per Flugzeug von Teneriffa Nord und Gran Canaria erreicht werden.

Sehenswert sind das Museumsdorf „Casas Guinea“, ferner die Zuchtstation für Riesenechsen und das Heilbad „Hotel Balneario Pozo de la Salud“. In dem Heilbad werden unter ärztlicher Aufsicht Rheuma, Hautkrankheiten, Verdauungsstörungen und Kreislaufproblemen behandelt.

Das Restaurant „Mirador de la Peña“ bietet nicht nur typische kanarische Gastronomie, sondern ist gleichzeitig eine Sehenswürdigkeit. Es liegt direkt an der nordwestlichen Steilwand über dem Golfotal und bietet durch seine komplett verglaste Außenseite einen atemberaubenden Blick auf das Golfotal. Es wurde von dem berühmten Architekten César Manrique gebaut, der die Insel Lanzarote prägte und ist auch innen sehr kunstvoll ausgestaltet.

Für alle Altkanarier wird die Bezeichnung „Guanchen“ verwendet. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die ersten Menschen ab 3000 v. Chr. in verschiedenen Besiedlungsphasen einwanderten. Wahrscheinlich setzten nordafrikanische Berber mit Schilfbooten über. Da die Ureinwohner sehr hellhäutig waren, kann die Besiedelung außerdem aus Westeuropa erfolgt sein. Ab 500 v. Chr. sollen weitere Berbern eingewandert sein, die auf den Inseln aber schon Kleinkönigreiche vorfanden. Die Ureinwohner ernährten sich von Ackerbau, Viehzucht und Strandfischerei. Schon damals war die Kunst der Verkeiltechnik bekannt, bei dem komplette Gebäude ohne Gebrauch von Mörtel errichtet wurden.

Es wird angenommen, dass die Kanaren bereits den Phöniziern und Römern bekannt waren. Danach gerieten die Inseln wieder in Vergessenheit und die Altkanarier führten bis in das 15. Jahrhundert ein friedliches Leben. Da es auf den Inseln keine Erze gabt, blieb die steinzeitliche Kultur der Guanchen bis zur Einnahme durch die Spanier erhalten.

Im Jahr 1402 begann die Eroberung der Kanaren. Der Normanne Jean de Béthencourt errichtete auf den Inseln Lanzarote, Fuerteventura und El Hierro Stützpunkte der Spanischen Krone. Im Jahr 1441 wurde durch eine Klostergründung des spanischen Franziskanermönchs Didakus die endgültige Christianisierung eingeleitet. Mit der Eroberung Teneriffas und La Palmas im Jahr 1496 war der Widerstand der Guanchen gebrochen. Sie wurden verschleppt oder versklavt und ihre Kultur ging damit zu Ende.

Im weiteren Verlauf erlangten die Kanaren große strategische Bedeutung für die Erschließung Amerikas. Christoph Kolumbus füllte auf La Gomera ein letztes Mal seine Vorräte auf, bevor er im Jahr 1492 zu seiner Entdeckungsfahrt nach Westen aufbrach. Die Schifffahrtsruten von den Kanaren nach Amerika erhielten sich bis in die Zeit der Dampfschiffe.

Bis zum 16. Jahrhundert blieben die Kanaren relativ dünn besiedelt. Die Inseln litten unter Piratenüberfällen, Missernten und Epidemien. Doch im 17. Jahrhundert stieg die Bevölkerung stark an. Grund war der wirtschaftliche Aufschwung durch die Umstellung auf den Weinbau. Trotzdem wanderten immer wieder viele Einwohner nach Mittelamerika aus. Gründe dafür waren Piratenüberfälle und Angriffe von Korsaren, aber auch Hungersnöte infolge von Dürreperioden und Vulkanausbrüchen.

Königin Isabella II von Kastilien erklärte die Kanaren im Jahr 1852 zur Freihandelszone. Das sind sie bis heute.

Im Jahr 1982 erhielten die Kanaren Autonomiestatus.

Auf dem Urlaubsparadies herrscht das ganze Jahr über ein angenehmes, subtropisches Klima. Das hat den Kanaren den Beinamen „Inseln des ewigen Frühlings“ eingebracht.

Charakteristisch für die Inseln ist der viele Sonnenschein. Der vergleichsweise dunkelste Monat ist der Dezember, der aber trotzdem noch mit einem Tagesmittel von 5,5 Sonnenstunden aufwartet. Deutschland hingegen verzeichnet im Dezember nicht einmal 1,5 Stunden. Vor allem in der Zeit zwischen Mai und September erwartet den Kanaren-Urlauber ein fast durchgängig blauer Himmel. In diesen Monaten scheint die Sonne zwischen 9 und 11 Stunden pro Tag.

Die Temperaturen auf den Kanaren schwanken über das Jahr nur um wenige Grad. Kältester Monat ist der Februar mit einem mittleren Temperaturminimum von 15 °C und einem Temperaturmaximum von 21 °C. Wärmster Monat ist der August mit einem mittleren Temperaturminimum von 21 °C und einem Temperaturmaximum von 29 °C.

In diesen Breitengraden bestimmen vor allem die sommerliche Trockenzeit und die winterliche Regenzeit das Klima. In der Trockenzeit fallen nur geringe Niederschläge. Von April bis Oktober regnet es durchschnittlich bis zu drei Tage pro Monat.

In der Regenzeit von November bis März werden zwar auch nur höchstens sechs Regentage pro Monat verzeichnet, allerdings sind die Niederschlagssummen insgesamt höher. Als regenreichster Monat weist der Dezember eine mittlere Monatssumme von 52 mm auf. Im März regnet es fast genauso häufig wie im Dezember, aber die mittlere Monatssumme beträgt hier nur 24 mm.

So angenehm wie die Lufttemperaturen sind auch die Werte für das Wasser. Im Jahresverlauf schwanken die Temperaturen zwischen 18 °C und 23 °C. Die drei frischesten Monate sind dabei der Februar, März und April. Bereits im Juni erreicht das Wasser eine mittlere Temperatur von 20 °C, was auch noch bis in den Dezember so bleibt. Im September und Oktober ist das Wasser mit 23 °C am wärmsten.

Die geografische Nähe zu Afrika wird nur bei Ostwind spürbar. Dann erreicht heiße, trockene, mit Saharasand angereicherte Luft den Archipel. Bestimmende Faktoren für das Klima sind der Golfstrom, der Kanarenstrom sowie die Passatwinde. Der Passat beeinflusst hauptsächlich die gebirgigen Inseln wie Teneriffa und Gomera, indem er für starke Wolkenbildung an den Osthängen der Gebirge sorgt. Infolge dessen findet man dort eine Spannbreite von Hochgebirgsklima, feucht-kühlen bewaldeten Regionen bis hin zur trockenen und heißen Küstenzone. Auf den flacheren Inseln wie Lanzarote und Fuerteventura ist der Passat kaum zu spüren. Dort herrscht ein trockenes Klima vor.