Reiseführer Prag

Prag ist die Hauptstadt der Tschechischen Republik und zieht jährlich Millionen von Touristen an. Von zahlreichen Stilepochen geprägt, lädt die Stadt, welche auch gerne „Die goldene Stadt“ oder „Stadt der Türme“ genannt wird, im tschechischen Westen zum Flanieren, Erleben und Entdecken ein.

Geographische Lage der Stadt Prag

Prag ist die Hauptstadt von Tschechien und liegt im Westen des Landes nahe der Moldau. Der bekannte Fluss fließt über 30 Kilometer lang durch das Stadtgebiet und zieht sich durch einen weiten Teil der Stadt. Der Stadtkern ist dabei einerseits von zwei Burgbergen, dem Hradschin im Norden und dem Vyšehrad im Süden, geprägt und weist andererseits weitere kleine Hügel auf, die das Tal umgeben. Die höchsten Punkte der Stadt sind im Westen und im Süden verortet. Im Westen liegt der Weiße Berg, der 381 Meter hoch ist, im Süden befindet sich der Čihadlo-Berg, dessen Höhe 385 Meter beträgt. Der Stadtkern von Prag erstreckt sich über vier Stadtviertel, welche entlang der Moldau verlaufen. Drei von Ihnen befinden sich auf der Westseite: Hier liegen die Viertel Staré Město, Nové Město und Josefstadt. Auf der Ostseite liegt die kleine Seite, Malá Strana. Prag grenzt südöstlich an Deutschland an und ist von dort aus verkehrsgünstig gelegen.

Die Bevölkerung in Prag

In Prag leben mehr als 1,2 Millionen Einwohner. Insgesamt ist Prag die größte Stadt in der Tschechischen Republik und der Lebensraum von bis zu einem Achtel der gesamten tschechischen Bevölkerung. Die Menschen, welche Prag bewohnen, leben jedoch überwiegend in den Außenbezirken der Stadt, in der Innenstadt selbst wohnen etwa 40.000 Menschen. Die demografische Lage in Prag erfuhr im Laufe der Zeit einen Wandel: Während früher viele Juden und Menschen mit deutschstämmiger Herkunft in Prag lebten, siedeln sich heute vorwiegend Tschechen in der Goldenen Stadt an.

In den ersten Jahren der Stadtentwicklung Prags lebten lediglich 3000-4000 Einwohner in der tschechischen Stadt. Im Verlaufe des Mittelalters und der beginnenden Neuzeit wuchs die Bevölkerungszahl immer weiter an und betrug vor dem Zweiten Weltkrieg 718.000 Einwohner. Erst im Laufe der 1950-er Jahre stieg die Zahl der Einwohner in Prag auf über eine Million Menschen an. Die meisten Menschen in Prag sprechen tschechisch, wobei einige der Tschechen Fremdsprachen beherrschen und sich ebenso in deutscher oder englischer Sprache zu unterhalten wissen. Vor allem die älteren Menschen sind oftmals in der Lage, Russisch oder Französisch zu verstehen. Religiös sind die Menschen in Prag eher nicht: Lediglich 10,3% der Bewohner Prags gehören der römisch-katholischen Kirche an, die anderen 80% leben konfessionslos und von den weiteren liegen keine Angaben über die religiöse Zugehörigkeit vor.

Die Prager Karlsbrücke ist eine Brücke mit großer historischer Bedeutsamkeit für die Stadt. Im 14. Jahrhundert errichtet, gehört sie zu den ältesten Brücken in ganz Europa. Im Juli 1357 legten die damaligen Arbeiter den Grundstein für den Brückenbau. Als Vorbild diente dabei die bereits fertige Regensburger Brücke. Die Karlsbrücke wurde bis 1870 noch „Prager Brücke“ genannt. Die Brücke erhebt sich über die Moldau und verbindet die Altstadt mit der Prager Kleinseite. Zwei Türme flankieren die Brücke, welche nur von Fußgängern überquert werden darf. Von der Brücke aus haben die Touristen und Reisenden eine beeindruckende Sicht über die Stadt und die Moldau. Viele Heiligenfiguren finden sich auf der Brücke wieder – unter ihnen der Heilige Christophorus, Johannes der Täufer und auch der Heilige Joseph. Tagsüber tummeln sich auf der Brücke Musiker, Händler, Einheimische und Touristengruppen. Das Wahrzeichen von Prag verzeichnet jeden Tag eine Vielzahl von Besuchern und ist ein beliebter Ort, um Erinnerungsfotos zu schießen oder die Atmosphäre der Stadt zu genießen.

Die Prager Burg gilt nicht nur als Symbol der Stadt, sie repräsentiert die gesamte tschechische Nation. Sie stellt zugleich das größte weltweit bekannte Burgareal dar und befindet sich auf dem Berg Hradschin. Zahlreiche böhmische Herzöge und Könige, aber auch mittelalterliche Kaiser und Staatspräsidenten hatten ihre Residenz in der bekannten Burganlage. Die Anlage ist dabei jedoch keine in sich abgeschlossene Festung, sondern vielmehr ein Komplex aus verschiedenen Anlagen und Gebäuden.

Ein bedeutsames historisches Ereignis trug sich hier im Jahre 1618 zu: Der Prager Fenstersturz, in dem Ferdinand II aus dem Fenster geworfen wurde. Der Raum, in dem sich dieser zweite Fenstersturz- Auslöser für den Dreißigjährigen Krieg- ereignete, ist heute noch erhalten. Zu dem Komplex gehören einige namenhafte Gebäude und bedeutsame Sehenswürdigkeiten der Stadt, unter anderem das Goldene Gässchen, in dem einst Kafka wohnhaft war, sowie der Veitsdom mit kunstvollen Fenstern und einer reich verzierten Fassade. Die Heilig-Kreutz-Kapelle und das Nationalmuseum befinden sich ebenfalls in dem Komplex.

Der Veitsdom – befindlich auf dem Gelände der Prager Burg – ist ein beeindruckendes Bauwerk aus dem Jahre 1344, zu einer Zeit, in der der damalige römisch-deutscher König Karl IV nach einer repräsentablen Kathedrale verlangte. 1420 schlossen die damaligen Bauherren den Bau des Chores und des gotischen Hauptturms ab. Da sich der Bauprozess als solcher jedoch um Jahrhunderte hinzog, wurde der Veitsdom erst im Jahre 1929 endgültig fertiggestellt. Das Bauwerk verfügt neben der Aussichtsmöglichkeit über die größte Glocke in Tschechien, die Sigismundglocke, mit einem Gewicht von 17 Tonnen. Das Innere des Veitsdom ist prunkvoll verziert und teilweise vergoldet. Der Dom ist zugleich die letzte Ruhestätte von einigen böhmischen Königen und Kaisern.

Der alte jüdische Friedhof in Prag ist einer der populärsten Friedhöfe im europäischen Raum. Er liegt in dem jüdischen Viertel Josefov in der Prager Altstadt. Die Anlage existiert seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und erstreckt sich auf eine insgesamt überschaubare Fläche von einem Hektar. Es ist anzunehmen, dass sich dennoch die Überreste von rund 100.000 Menschen auf dem Friedhof befinden. Da einige der Gebeine übereinanderliegen, entstand im Laufe der Zeit eine Hügelbildung, einige der Gräber stehen nah beieinander. Die verzierten Grabmäler stechen dabei besonders hervor, denn auf vielen von ihnen prägen bedeutsame Tiere wie Löwen oder Tauben, die als Glücktiere gelten.

Das bekannteste Grab auf dem jüdischen Friedhof ist das Grab von Rabbi Löw. Der bekannte Vordenker Umberto Eco zeigte sich von dem jüdischen Friedhof, der von hohen Mauern eingespannt ist, inspiriert: So soll der Friedhof Impulse für seinen Roman "Friedhof in Prag“ geliefert haben.

Auf über 9000 m² erstreckt sich der größte Marktplatz in Prag, der Altstädter Ring. Zahlreiche Menschengruppen laufen tagtäglich über den belebten Treffpunkt mit romanischen und gotischen Häusern, der einige wichtige Wahrzeichen der Stadt, wie das historische Rathaus, die Teynkirche oder die Hussitenkirche St. Niklas präsentiert. Das alte Rathaus ist ein bedeutendes Bauwerk im gotischen Stil. Auffällig sind die verzierten Rund- und Spitzbogenfenster, ein typisches Merkmal der gotischen Baukunst des 14. Jahrhunderts. Die Fassade des Rathauses ziert die astronomische Uhr mit verschiedenen Figuren und einem alten Ziffernblatt. 1945 erlitt das komplexe Uhrwerk aufgrund der Bombardierungen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg beinahe irreparable Beschädigungen. Eine aufwendige Restaurierung rettete die Uhr, diese konnte ab 1948 wieder in Betrieb genommen werden.

Einheimische erzählen sich heute gerne von einer Legende, welche die Uhr umgibt: Meister Hanuš soll damals der Bauherr der Uhr gewesen sein. Da die Ratsherren befürchteten, er könne weitere Uhren solcher Art herstellen, überfielen sie ihn und stachen ihm die Augen aus. Doch der Bauherr rächte sich, fand die Uhr blind und legte seine Finger an das Bauwerk. Angeblich funktionierte das komplexe Uhrwerk in Prag anschließend für 100 Jahre nicht mehr.

Mehr als 700 Meter Fläche nimmt der historisch bedeutsame Wenzelsplatz in Prag ein. Er ist einer der größten freien Plätze in Europa. In der Vergangenheit fanden hier zahlreiche politische Versammlungen statt, weshalb dem Platz eine politische Bedeutsamkeit innewohnt. Einige der großen tschechischen Demonstrationen ereigneten sich hier, beispielsweise in den Jahren 1968 und 1989. Der Wenzelsplatz ist nach dem Heiligen Wenzel benannt, dessen Denkmal sich ebenfalls auf dem Platz befindet. Für Besucher ist der große Platz mit barocken Fassaden ein beliebtes Ziel, um zu entspannen, shoppen zu gehen oder um die umliegenden Cafés zu entdecken.

In den Zeiten der böhmischen Rekatholisierung errichteten die Prager Bauherren die Loreto-Wallfahrtsstätte. Für Besucher ist hier vor allem das sogenannte Heilige Haus, ein Haus ohne Fenster, von Interesse. Es versucht dabei, das italienische Haus Casa Santa aus der gleichnamigen italienischen Gemeinde Loreto zu imitieren. Der Bau des Hauses mit einer barocken Außengestaltung dauerte knapp 125 Jahre, das Glockenspiel stammt aus Amsterdam. Zu der Wallfahrtsstätte gehört auch eine prunkvolle Schatzkammer mit unzähligen Diamanten und Gemälden, die zum Heiligtum dazugehören.

Für die Prager hört das tanzende Haus nicht auf seinen Namen, sondern ist unter dem Namen Ginger und Fred besser bekannt. Dies hängt mit den geschwungenen Linien des Hauses zusammen – sie erinnern an die Tänzer Fred Astaire und Ginger Rogers. Das Gebäude steht direkt am Ufer der Moldau und wurde 1996 errichtet. Viele multinationale Unternehmen siedelten sich in dem Gebäude an, außerdem befindet sich eine Galerie in der untersten Etage, in der Werke von verschiedenen Künstlern ausgestellt sind. Die Planung und Umsetzung des Gebäudes geht auf den Architekten Frank O. Gehry zurück, der mit dem Gebäude eine Brücke bauen wollte zwischen einem statisch vertikalen Konzept auf der einen und einem dynamischen Umbruch auf der anderen Seite.

In unmittelbarer Nähe zum Pulverturm liegt das große Repräsentantenhaus Obecní Dum. Der Bau im Jugendstil ist ein beliebter Ort für Veranstaltungen aller Art, die von kulturellen Events bis hin zu politischen Tagungen reichen. Das Haus teilt sich in zwei Trakte auf, in deren Mitte sich ein Portal und ein Balkon verorten lassen. Das Obecní dum ist historisch sehr bedeutsam, da die Gründung der Tschechischen Republik hier im Jahre 1918 offiziell verkündet wurde. Besuchern ist es nur im Zusammenhang einer Führung gestattet, die Räumlichkeiten zu besuchen. In dem sanierten Gebäude findet jährlich das bekannte Festival Prager Frühling statt.

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist das Nationaltheater, das direkt an der Moldau liegt. Das Monument ist eine wichtige kulturelle Institution und gleichzeitig ein weitläufiger Gebäudekomplex inmitten der Prager Neustadt. Das Theater entstand 1868 und vereint die drei Teilbereiche des Balletts, der Oper und des Dramas in sich. Damals finanzierten Spenden aus überwiegend böhmischen Gebieten den Bau des bedeutungsträchtigen Bauwerks.

Die Wein – und Bierbäder in der tschechischen Hauptstadt Prag

Touristen haben in Prag die Möglichkeit, in den Genuss von exklusiven und besonderen Wellnessangeboten zu kommen. Das Lázně Pramen ist dabei als eine besondere Stätte hervorzuheben, die entspannende Bier- und Weinbäder offeriert. Die Bäder dauern bei einer Temperatur von 35-38°C etwa 20 Minuten. Die dabei freigesetzten ätherischen Öle wirken sich gesundheitsfördernd aus: Sie hemmen Entzündungen und wirken antibakteriell. Das Weinbad besteht hingegen aus erlesenen Zutaten wie Rotwein, Kräuter und Weinblätter. Es hat eine verjüngende Kraft, strafft das Gewebe und durchblutet den Körper. Die Lokalität befindet sich in der Dejvická Str. 18 und hat täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet, eine Voranmeldung ist erforderlich.

Die weite Welt der Bücher im Kloster Strahov entdecken

Mehr ein Geheimtipp als eine bekannte touristische Attraktion ist das Kloster Strahov mit einer großräumigen, traditionellen Bibliothek. Besucher finden hier zahlreiche mittelalterliche Schriften und Manuskripte vor, die von prachtvollen Kunstwerken und Deckenfresken umgeben sind. Die Bibliothek erstreckt sich auf zwei Säle mit insgesamt bis zu 50.000 Schriften aus dem theologischen und philosophischen Bereich. Zu dem Kloster gehört weiterhin eine Wunderkammer mit überwiegend archäologischen und naturwissenschaftlichen Schriftstücken. Besonders prunkvoll sind die barocken Deckenfresken, die in zahlreichen Sälen zu finden sind. Diese widmen sich thematisch philosophischen Themen wie der Suche nach Wissen und Wahrheit. Von besonderer Bedeutung ist das Deckenfresko in dem philosophischen Saal, das von dem Künstler Franz Anton Maulpertsch und seinen damaligen Schülern stammt. Das Fresko widmet sich der spirituellen Entwicklung der Menschheit und bildet in verschiedenen Szenen die Geschichte der Philosophie ab.

Die Anfänge der stadtgeschichtlichen Entwicklung Prags

Die Geschichte der Stadt lässt sich bis in das 4. Jahrhundert zurückverfolgen, als Kelten und Germanen aus diesem Gebiet abzogen. Kurz darauf siedelten sich die slawischen Völker aufgrund der Völkerwanderung in Prag an und begannen um 880 mit der Errichtung der Prager Burg. Ungefähr im 10. Jahrhundert fand die Christianisierung der böhmischen Länder statt, Prag wird so zu einem selbstständig agierenden Bistum ernannt. Infolgedessen strömten nun jüdische und deutsche Zuwanderer in die Stadt, Prag erlebte seine erste Blütezeit. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Stadtteile und bedeutsame Bauten wie einige der städtischen Steinbrücken.

Die Stadt erlebte unter dem König Karl IV. im 14. Jahrhundert einen enormen kulturellen und wirtschaftlichen Aufschwung: Ihm ist es zu verdanken, dass zu dieser Zeit die erste Universität in Mitteleuropa, die Karlsuniversität, hier entstand. Auch der Bau der Karlsbrücke und die Entstehung einiger Stadtteile gehen auf den Vordenker des frühen Mittelalters zurück.

Krise und Kriege im Mittelalter

Jan Hus, ein Kirchenreformer, betrat Anfang des 15. Jahrhunderts die stadtgeschichtliche Bühne und sorgte für teilweise düstere Zeiten. Zwar handelte er in ehrenhaften Absichten und setzte sich für sozialrechtliche und kirchliche Reformen ein, jedoch zogen diese weitreichenden Spannungen und Unruhen nach sich, die mit dem Prager Fenstersturz ihren vorläufigen Höhepunkt erreichten. Es folgten die Hussitenaufstände, die sich über dutzende Jahre hinzogen.

1526 ging die Herrschaft der Stadt schließlich an die Habsburger über und läutete die lange Periode der politischen Vormachtstellung Habsburgs ein. Der zweite Prager Fenstersturz führte schließlich zum brutalen und langjährigen Dreißigjährigen Krieg von 1618-1648. Der Krieg stellte einerseits einen Glaubenskrieg zwischen Katholiken und den aufbegehrenden Protestanten dar, andererseits galt er als Machtkampf zwischen den Habsburgern und den Landesfürsten. Der Krieg endete erst im Jahre 1648 mit dem Westfälischen Frieden und brachte für das Heilige Römische Reich deutscher Nation verheerende, vor allem territoriale Neuerungen mit sich. Viele Gebiete, unter anderem Vorpommern und Mecklenburg, gingen in schwedischen oder niederländischen Besitz über.

Der Weg von der industriellen Revolution zum modernen Stadtbild

Das 19. Jahrhundert war auch für Prag zunehmend technisch-industriell geprägt. Die aufkommende Industrialisierung leitete den nationalen Umbruch ein: Immer mehr Menschen zogen vom Land in die Stadt und die Einwohnerzahl Prags stieg unaufhörlich auf bis zu 230.000 Menschen an. Auch für Prag stellten die beiden Weltkriege einen Wendepunkt in der Geschichte dar. 1939 bis 1945 befand sich die Goldene Stadt unter dem Banner des Hakenkreuzes der Nazis, die Sowjetarmee befreite die Stadt. Der Kommunismus hatte die bereits auf über eine Million Einwohner angewachsene Stadt Prag daraufhin bis 1989 fest in der Hand und endete infolge der „Samtenen Revolution“.

Einen endgültigen Übergang auf dem Weg in einen modernen, demokratisch unabhängigen Staat mit einer florierenden Hauptstadt markierte die Auflösung der Tschechoslowakei 1993. Tschechien und die Slowakei sind seitdem zwei souveräne, unabhängige Staaten. 1999 trat Tschechien der Nato; 2003 der Europäischen Union bei.

Touristen finden in Prag eine Vielzahl von Bars und Clubs vor, die auch unter der Woche ihre Tore öffnen. Das Duplex auf dem Wenzelsplatz 21 ist eine bekannte Lokalität, in der bereits Mick Jagger feierte. Das Karlovy Lázně ist die größte Disco Mitteleuropas. Gäste kommen hier in den Genuss von verschiedenen Musikrichtungen und können sich in einer Chill-out-Lounge entspannen.

Für Anhänger alternativer Musikstile ist das Rock Café eine empfehlenswerte Anlaufstelle, da diese Lokalität neben einer Bar über ein Internetcafé, eine eigene Konzerthalle sowie einen Plattenladen verfügt. Im Keller befinden sich ein kleines Kino und ein Raum für Ausstellungen. Eine Bar mit einem umfangreichen Cocktailangebot ist die Bugsy's Bar, die vom amerikanischen Nachrichtenmagazin Newsweek zu einer der 20 weltweit besten Bars gekürt wurde. Das O'Che's ist hingegen eine empfehlenswerte Bar im Kubanisch-irischen Stil und befindet sich in der Nähe der Karlsbrücke.

An Restaurants mangelt es der Goldenen Stadt ebenfalls nicht: Das italienische Restaurant Da Tarquinio ist auch für Vegetarier ein kulinarischer Treffpunkt und bietet günstige Speisen an. The Street Restaurant & Cocktail Bar ist hingegen eine gute Adresse für Touristen, die amerikanisches Essen mögen und verschiedene traditionelle Burger probieren möchten. Gehobener geht es in den folgenden Lokalen zu: Das Bellevue mit internationaler und tschechischer Küche bietet neben dem exzellenten Essen eine schöne Aussicht auf die Karlsbrücke. Französische Speisen und erlesene Weine stehen hingegen auf der Karte des französischen Restaurants La Rotonde.

Die Stadt Prag ist das ganze Jahr über durch ein äußerst mildes Klima geprägt, da in Prag sowohl die kontinentalen, als auch atlantischen Luftströme hinfließen.

Der Mittelwert der jährlichen Temperatur liegt bei 8 °C und selbst im Winter fallen die Temperaturen durchschnittlich nur knapp unter den Gefrierpunkt. Für Touristen bedeutet dies eine besondere Attraktivität der Stadt, denn auch im Winter sind die Temperaturen im Gegensatz zu anderen Regionen sehr angenehm.

Reisende, die lieber in der Sonne spazieren gehen und Prag entdecken möchten, sollten in den Monaten zwischen Juni und August in die Stadt kommen, da das Wetter dann sehr angenehm ist und die Stadt viele Sonnenstunden erhält. Allerdings gibt es in der Goldenen Stadt im Hochsommer mehr Regentage als im Winter – Touristen sollten sich in den Monaten von Mai bis August auf bis zu zehn Regentage pro Monat einstellen. Im Winter dürfen Reisenden im Durchschnitt mit sechs bis sieben Regentagen rechnen.