Venedig, die Stadt der Träume - Reiseführer

Venedig ist die Hauptstadt der Region Venetien. Die Stadt liegt im Nordosten Italiens. Venedig hat auch den Zweitnamen „La Serenissima“. Das bedeutet „Die Durchlauchtigste“. Das historische Stadtzentrum von Venedig liegt auf mehreren Inseln in der Lagune von Venedig. Die Lagune besteht aus 118 Inseln. Venedig ist 414,6 km² groß. Mehr als die Hälfte davon ist Wasserfläche. Die Stadt hat ungefähr 263.352 Einwohner. Seit 1987 steht Venedig und seine Lagune auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Venedig besteht aus drei Teilen: das Stadtviertel Mestre und das stark industrialisierte Marghera und der dritte Teil besteht aus den anderen Inseln der Lagune: Murano, Burano, Torcello, Lido di Venezia und Pellestrina. Venedig ist eine einzigartige Stadt. Die Stadt wurde auf mehr als hundert Inseln erbaut. Es zählen auch einige Ortschaften auf dem Festland zur Stadtgemeinde Venedig: Zum Beispiel Tessera, Mestre, Marghera, Campalto, Trivignano und Jesolo. Der komplette Verkehr findet auf dem Wasser statt. Es gibt Gondeln anstelle von Autos. Die Einheimischen benutzen Motorboote und die Touristen nutzen eher die Gondeln. Zu Fuß gibt es unzählige kleine Gassen zu erkunden. Autos, Motorroller und Fahrräder sind in der Stadt komplett verboten. Die Stadt verfügt über zwei internationale Flughäfen über diese bequem angereist werden kann. das wäre einmal der Flughafen Venedig Marco Polo und der Flughafen Treviso. Auch zwei Bahnhöfe befinden sich auf der Inselstadt: der Bahnhof Venedig-Mestre auf dem Festland und der Hauptbahnhof Venedig-Santa Lucia am Canal Grande.

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Der Markusplatz ist der bekannteste Platz in Venedig. Er hat eine Länge von 175 Meter und stammt aus dem 9. Jahrhundert. Er ist in Venedig der einzige Platz der die Bezeichnung „Piazza“ trägt, da die anderen Plätze ursprünglich nicht gepflastert waren. Der Markusplatz ist umringt von prunkvollen Gebäuden. Ein Teil des Platzes prägt die Fassade der Markuskirche (Basilica di San Marco) mit seinem Campanile. Der Platz reicht bis zum Dogenpalast und öffnet sich dort dem Wasser. Der Platz liegt nur wenige Meter über den Meeresspiegel und wird bei Hochwasser regelmäßig überflutet.

Der Markusdom liegt im Osten am Markusplatz im Sestiere San Marco. Im 9. Jahrhundert wurde der Dom als Ruhestätte für den heiligen Markus errichtet. Die prunkvolle Fassade des Doms ist bestimmt durch Dekorationen aus Marmor, diverse antike Säulen aus Marmor, Porphyr, Jaspis, Serpentin und Alabaster. Dazu kommen unzählige Skulpturen aus verschiedenen Epochen. Der beeindruckende Innenraum besteht aus vier starken Pfeilern und sechs Säulen. Der Boden besteht aus ornamentalen Mosaiken aus Marmor. Die Wände sind mit Marmor, Mosaiken und Gold verziert.

Der Markusdom wurde seit dem 11. Jahrhundert schon mehrfach umgestaltet. Den Grundriss bildet ein ungleichmäßiges griechisches Kreuz mit einer Länge von 76,5 Meter und einer Breite von 62,6 Meter. Das Zentrum wird von fünf Kuppeln überwölbt. Die höchste Kuppel ist 45 Meter hoch.

Der Markusturm ist der Glockenturm des Markusdoms. Er ist mit seinen 98,6 Meter das höchste Gebäude Venedigs. Er diente früher als Leuchtturm für die Seefahrer. Im Jahre 1902 stürzte der Turm während Umbauarbeiten ein. Zehn Jahre später wurde er neu aufgebaut und bekam dabei auch einen Fahrstuhl. Mit diesem sind nun auch Besuche in der Turmspitze gegen Eintritt möglich. Von dort aus gibt es eine schöne Aussicht über Venedig.

Der Canale Grande ist die Hauptwasserstraße in Venedig. Der Kanal ist vier Kilometer lang und zwischen 30 und 70 Meter breit. Er ist jedoch nur fünf Meter tief. Der Kanal ist S-förmig gebogen. Etwa 45 kleinere Kanäle münden in den Canale Grande. Der Kanal trennt die Stadtteile San Marco, Cannaregio und Castello von den Stadtteilen Dorsoduro, San Polo und Santa Croce auf der rechten Seite. Insgesamt überqueren vier Brücken den Kanal. Bei einer Bootstour über den Kanal können die architektonischen Prachtbauten der Stadt bewundert werden. Auch diverse Paläste sind von der Tour auf dem Canale Grande aus zu sehen. Bootstouren können mit einer Gondel oder einer Fähre unternommen werden.

Früher waren die Häuser am Kanal noch aus Holz. Diese wurden nach und nach mit Steinen stabilisiert. Dann kamen immer mehr Adelshäuser hinzu. Die Häuser wurden so gebaut, dass sie sich perfekt dem Wasser anpassten. Die untere Etage der Häuser diente zum Anbinden der Schiffe und einer einfachen Aufnahme der Handelsware.

Der Dogenpalast am Marktplatz wurde im 9. Jahrhundert erbaut. Der Südflügel ist der älteste Teil und wurde als Regierungssitz gebaut. Der Palast diente über 800 Jahre als Sitz des Dogen und der Regierung der Venezianischen Republik. In den Anfängen der Republik kam dort die Volksversammlung, der arrengo, zusammen um den Dogen zu wählen. Nach der Entmachtung wurde der Dogenpalast der Versammlungsort des Großen Rates.

Der Dogenpalast ist einer der bemerkenswertesten Profanbauten der Gotik. Die Innenräume sind übersät mit Stuck, vergoldeten Schnitzereien und den Werken der großen Maler Venedigs. Bei der Besichtigung des Palastes können auch Sonderführungen gebucht werden. Diese führen durch geheimen Routen im Palazzo Ducale mit Blick in die Bleikammern.

Die Rialtobrücke führt über den Canale Grande und ist 48 Meter lang und 22 Meter breit. Die Rialtobrücke trägt ihren Namen aufgrund des Gebiet Rialto in San Polo. Dieses war vor Jahrhunderten wichtigster Handelsplatz in Venedig. Die Brücke verbindet die Stadtteile San Polo und San Marco miteinander. Das Fundament der Rialtobrücke besteht aus 12.000 Eichenholzpfählen. Die Brücke wurde zwischen 1588 und 1591 von Antonio da Ponte errichtet. Am 20. März 1591 wurde die Rialtobrücke für den Verkehr freigegeben. Sie war bis 1854 der einzige Fußweg über den Canale Grande.

Die Seufzerbrücke verbindet den Dogenpalast und das Gefängnis (Prigioni nuove) miteinander. Die Seufzerbrücke führt über den Kanal Rio di Palazzo. Im Zeitalter der Romantik erhielt die Brücke ihren Namen. Es wurde sich vorgestellt wie die Gefangene mit einem Seufzer über die Brücke Richtung Gefängnis gebracht wurden. Viele ähnliche Brücken wurden nach diesem Vorbild auch Seufzerbrücke genannt.

Die Basilika Santa Maria della Salute befindet sich auf der rechten Uferseite des Canale Grande. Sie ist eine von zwei Votivkirchen in Venedig, die aufgrund der Pestepidemie gebaut wurden. Der achteckige Bau zeigt mit der Hauptfassade zum Canale Grande. Im Innenraum ist der Fußboden mit hochwertigen Marmor gelegt. Auf der großen Kuppel befindet sich die Immaculata mit zwölf Sternen aus der Offenbarung des Johannes und eine Figur des Heiligen Markus.

Zum 21. November wird jährlich ein Fest gefeiert zum Dank an die Madonna für die Erregung von der Pest. Das mehrtätige Fest ist sehr beliebt bei den Einwohnern Venedigs. Dann finden von morgens bis abends auch ununterbrochen Gottesdienste dort statt.

Der Vulkanismus stellt sich vor

Die Scuola Grande di San Rocco, ein palastartiges Zunftgebäude, befindet sich im Stadtteil San Polo. Scuola bezeichnet eine Bruderschaft. Alle Zünfte (Scoule) ergaben sich dem Glauben, der Kunst und der Wohltätigkeit. Die Scuolas wurden immer in der Nähe von einer Kirche erbaut. Diese steht neben der Kirche San Rocco. Die Scuola Grande di San Rocco ist berühmt für seine 56 Gemälde von Jacopo Tintoretto.

Das Teatro La Fenice ist das bekannteste und größte Opernhaus in Venedig. Es gilt auch als eines der schönsten Opernhäuser der Welt. Das Teatro La Fenice wurde 1762 eröffnet. Es wurde schnell das beliebteste und bekannteste Opernhaus in ganz Italien und Europa. Hier wurden unzählige Weltpremieren gefeiert. Ende des 20. Jahrhunderts brannte das gesamte Opernhaus nieder. Aufgrund von Fotos und Filmdokumenten wurde es einige Jahre später komplett rekonstruiert und erneut aufgebaut. 2004 konnte der Opernbetrieb wieder aufgenommen werden.

Die Gallerie dell’Accademia befindet sich in der ehemaligen Bruderschaft Santa Maria della Carità im Sestiere Dorsoduro am Südufer des Canale Grande. Seit 1882 ist sie ein selbständiges Museum. Die weltweit größte Sammlung der venezianischen Malerei ist dort untergebracht. In drei Gebäuden befindet sich diese Sammlung: In der Scuola Santa Maria della Carità, in der Santa Maria della Carità und dem Konvent der Laterankanoniker.

Das Museo Correr befindet sich im Napoleonischen Flügel der Prokuratien am Markusplatz. Es ist das Städtische Museum von Venedig. Das Museum wurde nach Teodoro Correr benannt, der der Stadt eine beachtliche Menge Bücher, Manuskripte, Gemälden und Kunstgegenstände hinterließ. Das Museum ist in drei Sammlungen unterteilt. Die erste Sammlung befasst sich mit der Geschichte Venedigs und dokumentiert diese in zahlreichen Stadtbildern, Urkunden, Stadtansichten und Münzen. Die zweite Sammlung ist die Gemäldegalerie. Dort ist eine riesige Sammlung von Gemälden beherbergt. Das bekannteste ist dort das Bild „Zwei Venezianerinnen" von Vittore Carpaccio. Die dritte Sammlung ist das Museo del Risorgimento e dell'Ottocento Veneziano. Hier wird die Geschichte Venedigs vom Ende der Republik bis zur Einigung Italiens im 19. Jahrhundert behandelt. Dokumentiert und ausgestellt wird die Geschichte anhand von Historienbildern, Kostümen und Urkunden.

Die Anfänge

Venedig erhielt seinen Namen von dem Gebiet Venetien. Das ist das Festland vor dem die Lagune liegt. Im 5. Jahrhundert nach Christus erkundeten die Bewohner Venetien die Lagune und wanderten diese komplett ab. Sie flohen damals vor den Westgoten und Hunnen und blieben danach vereinzelt auf den Inseln wohnen. Die Doge wurde das Staatsoberhaupt der Republik Venedig.

See- und Handelsmacht

Ab dem 10. Jahrhundert entwickelte sich Venedig zu einer wichtigen Handelsmetropole. Aufgrund des erfolgreichen Handels und den damit erlangten Reichtum wurde Venedig Mitte des 11. Jahrhundert zur mächtigsten Seestreitmacht. Im 13. Jahrhundert hat die venezianische Flotte Konstantinopel, das heutige Istanbul, erobert.

Das goldene Zeitalter

Im 15. Jahrhundert breitete Venedig seine Stellung politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben weiter aus. Venedig ist zur Drehscheibe des internationalen Handels herangewachsen.

Venedig verliert Macht

Im 16. Jahrhundert beginnt Venedig einiges an Macht zu verlieren. Nach der Entdeckung Amerikas und des Seewegs nach Indien verliert Venedig den Handel an den atlantischen Raum. Venedigs Handelswege verloren immer mehr an Bedeutung. Nach und nach verlor Venedig auch an politischer Bedeutung und der Einfluss der Stadt war verschwunden. Im Laufe der Jahre entwickelt sich die Stadt zu einer der ersten Touristenstädte.

18. und 19. Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert kamen immer mehr Fremde nach Venedig. Es gehörte nun schon zum Bildungsprogramm von Italienreisenden. Venedig wurde im 19. Jahrhundert von Napoleon erobert. Die Republik Venedig und die Dogen waren Vergangenheit. 1866 schloss sich Venedig Italien an und wurde Hauptstadt der Provinz Veneto.

Venedig ist für sein lebhaftes Nachtleben bekannt. Sobald es später Abend wird füllen sich die unzähligen Pubs, Bars und Clubs in der Innenstadt von Venedig. Aber auch kulturell hat Venedig einiges am späten Abend zu bieten. Ein anderer beliebter Ort ist das Casino „Municipale di Venezia“ in Venedig. Im Sommer befindet sich dieses am Palazzo del Casino am Lido und im Winter zieht es in die Räume des des Palazzo Vendramin Calergi direkt am Canale Grande.

Bars sind sehr beliebt in Venedig. Diese sind jedoch auch recht teuer. Daher bieten sich Happy Hour Angebote sehr an. In vielen Bars gibt es zudem noch Live-Musik. Im Bàcaro Jazz gibt es mit die besten Cocktails in Venedig. Diese Bar ist sehr beliebt und angesagt. Im Do Spade kann man schon seit 600 Jahren Essen und Trinken. Im Do Mori kann man dieses seit 500 Jahren tun. Gute Weine und Snacks bekommt man dort auch. Harry's Bar ist auch eine der sehr beliebten typischen Bars in Venedig. Die Orange Bar ist eine sehr moderne Bar.

Es gibt aufgrund der Lärmbelästigung nicht sehr viele Clubs in Venedig. Im Sommer sehr beliebt ist der Aurora Beach Club. Freitags und samstags wird gerne im Casanova Musik Cafe gefeiert. Eines der ältesten Clubs der Stadt ist das Piccolo Mondo. Hier gehen auch gerne mal einige Promis feiern. Auch im Dogado wird sehr gerne bis in den frühen Morgenstunden gefeiert.

Venedig hat ein mediterranes Klima mit maritimen Zügen. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt etwa 13 Grad. Die wärmsten Monate sind der Juli und August mit ungefähr 23 Grad durchschnittlich.

Im Sommer beträgt die Tageshöchsttemperatur etwa 28 Grad. Die Badesaison geht in etwa von Juni bis September mit einer Wassertemperatur zwischen 21 und 24 Grad. Im Januar sind es durchschnittlich nur noch ein Grad in Venedig. Im November fällt am meisten Niederschlag. In den Monaten mit viel Niederschlag kann es oft zu Hochwasser in Venedig kommen.

Eine beliebte Reisezeit bei Touristen ist zwischen den Monaten Mai und Oktober. In dieser Zeit ist es sehr voll in der ganzen Stadt. Für einen entspannteren Urlaub eignen sich die Monate vor und nach der Hauptsaison, also Mai, Juni und September und Oktober, besser. Das Klima ist zu dieser Zeit auch angenehm mild.

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